Versandhandel

Sanicare: Versand-Provision für Apotheken Alexander Müller, 16.07.2015 15:08 Uhr

Berlin - Sanicare sammelt auf ungewohntem Weg neue Kunden: Die Versandapotheke taucht als Partner auf den Internetseiten anderer Apotheken auf. Die Kunden gelangen darüber direkt in den Onlineshop der Versandapotheke. Bestellungen werden dann komplett von Sanicare abgewickelt, die Apotheke erhält eine Provision.

Von der „Versandvernetzung“ sollen beide Seiten profitieren: Die Apotheken könnten sich einen eigenen Webshop und die komplette Versandlogistik sparen, sagt Apotheker Christoph Bertram, der zusammen mit Volkmar Schein Sanicare leitet. Für kleine Apotheken lohne sich ein eigenes Versandgeschäft kaum, da dies erst ab einer gewissen Größe wirtschaftlich leistbar sei. Gleichzeitig würden die Kunden immer mehr online bestellen. „Es ist dann unser gemeinsamer Kunde“, erklärt Bertram.

Technisch funktioniert das Ganze über eine Markierung: Bestellt ein Kunde über die Homepage einer der Partner-Apotheken bei Sanicare, erhält seine Kundennummer eine entsprechende Kennzeichnung. Danach fällt für jede Bestellung eine Provision für die Vor-Ort-Apotheke ab, selbst wenn der Kunde beim nächsten Mal direkt über Sanicare bestellt.

Die Höhe der Provision wird vorerst nicht verraten, sie sei aber für den Kollegen in der Apotheke auskömmlich, sagt Bertram. Denn die Nutzung der Versandvernetzung ist kostenpflichtig: Für das notwendige Dienstleistungsmodul „Apothekenversandhandel“ der saarländischen Apothekenkooperation Pharm-Net zahlen die Apotheken eine monatliche Gebühr, deren Höhe allerdings ebenfalls nicht verraten wird. Es soll sich um einen dreistelligen Eurobetrag handeln.

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