Arbeiter-Samariter-Bund

Wünschewagen für Todkranke Deniz Cicek-Görkem, 26.02.2017 07:52 Uhr

Berlin - Geburtstage, Konzerte, Fußballspiele: Derartige Unternehmungen sind für schwerstkranke Menschen fast unmöglich. Der Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) bringt Menschen in der letzten Lebensphase noch einmal an ihren Wunschort.

Das Projekt wurde 2014 vom ASB-Regionalverbund Ruhr ins Leben gerufen und wird durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert. Krankentransportwagen wurden speziell optimiert und modernisiert: Zusätzlich zur medizinischen Grundausstattung wird eine entspannte Atmosphäre durch Panoramablick und Lichtkonzepte gewährleistet.

Speziell ausgebildete Helfer betreuen den Kranken auf dem Weg zu seinem vielleicht letzten Abenteuer. Egal ob zur Kommunion der Enkelin oder zur Hochzeit des Sohnes: Der Wünschewagen erfüllt alle Träume, die maximal einen Tag mit dem Wagen entfernt sind.

Die Wünschewagen sind derzeit in neun Bundesländern vertreten. Der Einsatz ist für den Patienten und eine Begleitperson kostenfrei. Das Angebot richtet sich an Menschen aller Altersklassen und erfordert lediglich eine ärztliche Bestätigung über die Transportfähigkeit des Patienten.

In Wiesbaden stellte der ASB am Freitag den neuen Wünschewagen vor: Mit dem umgebauten Krankenwagen können jetzt auch in Hessen Wünsche erfüllt werden. Die Schirmherrschaft für das Projekt wurde von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) übernommen.

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