Salach

Apotheke mit 33: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ Eugenie Ankowitsch, 13.05.2017 09:49 Uhr

Berlin - Obwohl das baden-württembergische Örtchen Salach kein einfaches Pflaster für eine Apotheke ist, hat die junge Pharmazeutin Tanja Dieterich nicht lange gezögert und die Burg-Apotheke übernommen. Trotz des schwierigen Umfelds ist sie überzeugt, dass ihre Apotheke eine Zukunft hat.

Bis vor wenigen Monaten hat Dieterich keinen Gedanken an die Selbständigkeit verschwendet. Sie arbeitete erst seit Kurzem als Filialleiterin in der Burg-Apotheke in ihrem Heimatort Salach und war mehr als zufrieden mit ihrem Job. „Eine eigene Apotheke bringt eine große Verantwortung mit sich“, erläutert die Pharmazeutin. „Ich dachte, ich wäre noch nicht soweit, sie einzugehen.“ Auch die sich ständig ändernden Rahmenbedingungen für öffentliche Apotheken hätten eher gegen Selbständigkeit gesprochen.

Doch dann wurde ihr im Februar plötzlich die Burg-Apotheke zum Kauf angeboten. „Ich war sehr überrascht“, erinnert sich Dieterich. Die junge Apothekerin musste ihre bisherige Einstellung überdenken und sich klar machen, ob sie selbstständig werden wollte. Schon zwei Tage später hat sie sich für die Übernahme entschlossen. „Mein Bauchgefühl sagte einfach, dass es das Richtige für mich ist.“ Schon zum 1. April wurde der Eigentümerwechsel vollzogen.

Doch die Burg-Apotheke dürfte nicht zum Selbstläufer werden. Denn Salach ist kein einfaches Pflaster. Zwar gibt es in der Gemeinde nur zwei Apotheken, die rund 8000 Einwohner mit Arzneimitteln versorgen. Doch die Medizinerdichte lässt zu wünschen übrig. Gerade einmal eine Praxis mit zwei Allgemeinärzten kann Salach vorweisen.

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