Patentabläufe

Viagra: Generika ab Juli APOTHEKE ADHOC, 07.02.2013 13:56 Uhr

Berlin - Das Patent für Viagra (Sildenafil) des Pharmakonzerns Pfizer läuft Ende Juni ab. Die Konkurrenz steht bereits mit entsprechenden Generika in den Startlöchern. Hinter vorgehaltener Hand schwört der Außendienst die Apotheken bereits auf das jeweils eigene Produkt ein. Ob es gelingen wird, die Strahlkraft der Marke durch einen attraktiven Preis zu brechen, wird sich zeigen.

Aliud/Stada, Hexal/1A/Sandoz, Ratiopharm/CT/Teva, Zentiva/Winthrop, Basics, Heumann, Actavis und Mylan dura haben Zulassungen in der Tasche. Auch Mittelständler wie Hennig Arzneimittel. die Dermapharm-Tochter Mibe oder der Bamberger Hersteller Dr. R. Pfleger sind bereit. Pfizer wird Sildenafil ebenfalls generisch anbieten.

Viagra wurde im September 1998 zugelassen. Das Präparat wird zur Behandlung der erektilen Dysfunktion eingesetzt und ist in Dosierungen zu 25, 50 und 100 mg auf dem Markt. Die 4er-Packung kostet 44 Euro, 46 Euro beziehungsweise 60 Euro, die Einheiten mit 12 Stück sind zu 124 Euro (50 mg) und 161 Euro (100 mg) erhältlich. Die niedrige Dosierung gibt es in der Großpackung nur als Reimport zu 107 Euro.

Der Phosphodiesterasehemmer war das erste Produkt in seiner Indikation. Lilly kam mit Cialis (Tadalafil) erst im Februar 2003 auf den Markt, Bayer mit Levitra (Vardenafil) sechs Wochen später. Die Patente laufen daher erst 2018 ab.

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