Wien

Apotheker im Dreivierteltakt APOTHEKE ADHOC, 16.01.2016 09:21 Uhr

Berlin - Die österreichischen Apotheker schwingen heute wieder das Tanzbein: In der Wiener Hofburg lädt die Apothekerkammer zum 74. Ball der Pharmacie. Geladen sind nicht nur Pharmazeuten, sondern auch Ärzte und Gesundheitspolitiker sowie Vertreter aus der Pharmaindustrie, dem Großhandel und der Wissenschaft.

Bereits vor dem Ersten Weltkrieg gab es in Wien verschiedene Tanzveranstaltungen der Apothekerschaft. Doch der erste Ball, der tatsächlich dokumentiert ist, fand am 26. Januar 1932 im Hotel Regina statt – damals noch unter der Bezeichnung „Faschings-Kränzchen“. Die Besucherzahl stieg schnell an, und schon 1935 zog man in das Parkhotel im Stadtteil Hietzing um, später dann in den Kursalon.

Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs war die Ballsaison zu Ende. Den vorerst letzten Ball gab es am 27. Januar 1939. Zehn Jahre später wurde die Tradition wieder aufgenommen: Der erste Nachkriegsball wurde 1949 in den Eschenbach-Sälen veranstaltet – es war der neunte seit Beginn der Zählung.

Seitdem lud die Apothekerkammer regelmäßig zum Ball – und der wurde immer größer. Von 1951 bis 1964 fand die Veranstaltung im Konzerthaus statt, nach dem Krieg wieder in festlicherem Rahmen. Charakteristisch für die damaligen Veranstaltungen waren die Mitternachtseinlagen, bei denen bekannte Wiener Schauspieler und Kabarettisten die Besucher unterhielten, etwa Fritz Imhoff oder Fritz Muliar.

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