Kundenzeitschriften

Re-Load: Aponow statt Apo-Rot APOTHEKE ADHOC, 24.11.2015 09:19 Uhr

Berlin - Der Hamburger Hersteller Dr. Döllefeld entschuldigt sich für die misslungene Re-Load-Werbung in der „Apotheken Umschau“: „Wir bauen auf die stationären Apotheken als unsere wichtigsten Vertriebspartner und legen daher auf eine gute Kooperation besonderen Wert“, betont der Hersteller in einer Stellungnahme. Auf seiner Internetseite verweist Dr. Döllefeld nun auf die Bestellplattform Aponow von Markus Bönig.

In der Ausgabe 10B hatte der Dr. Döllefeld im Oktober für sein Nahrungsergänzungsmittel Re-Load Vital geworben. Teil der ganzseitigen Anzeige war ein Sonderangebot: 10 Prozent Rabatt auf das Vitamin-Koffein-Getränk sollte es demnach nicht nur „in jeder teilnehmenden Apotheke“, sondern auch auf der Internetseite des Herstellers geben. Die Anzeige verwies direkt auf die Homepage, inklusive Gutscheincode „Auftrieb“. Dort wurde zu Apo-Rot verlinkt.

Bei den Apothekern sorgte die Anzeige für Unmut. Der Wort & Bild Verlag bezeichnet das als „einen Fehler, der nicht hätte passieren dürfen“. Das Anzeigenmotiv verstoße gegen geltende Regeln und Geschäftsbedingungen des Verlages und hätte so nicht erscheinen dürfen, hieß es in einer Mitteilung. „Hier haben Kontrollmechanismen in unserem Haus versagt“, erklärte der Verlag. „Wir werden unverzüglich dafür sorgen, dass solche Fehler nicht mehr passieren werden.“

Dr. Döllefeld erklärt nun, die Anzeige habe „bedauerlicherweise zu Irritationen und Verärgerung bei zahlreichen Apothekern“ geführt. Einige Apotheker hätten daher eine potentielle Umsatzabwanderung hin zum Online-Vertrieb und damit geringeren Abverkauf befürchtet. „Diese Reaktion stationärer Apotheken war für uns als schnell wachsendes Start-up leider nicht vorhersehbar; wir bedauern die entstandenen Irritationen ausdrücklich.“

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema

Mehr zum Thema

Mehr aus Ressort