Kliniken

Chirurgen warnen vor Keimen dpa, 22.02.2014 11:13 Uhr

Berlin - Der Berufsverband der Deutschen Chirurgen hat vor den zunehmenden Gefahren durch Krankenhauskeime gewarnt. Die Ärzte forderten schärfere Gesetze im Kampf gegen multiresistente Keime. „Das neue Infektionsschutzgesetz reicht nicht aus, Herr des Problems zu werden.“ Wichtig sei, bereits bei der Entstehung der Keime anzusetzen und nicht erst im Krankenhaus zu handeln.

Den Angaben zufolge infizieren sich in Deutschland jährlich etwa 600.000 Menschen mit diesen Erregern. Etwa 22.000 sterben daran. Das größte Risiko haben Kinder, weil sie ein noch nicht voll ausgebildetes Immunsystem haben, und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem wie Alte oder Kranke.

„Infektionen, die durch sogenannte multiresistente Bakterien verursacht sind, sind nur noch durch wenige, im ungünstigen Fall gar keine Antibiotika mehr behandelbar“, sagte Verbandsvizepräsidentin Dr. Julia Seifert. Die oft als Krankenhauskeime bezeichneten Erreger stammten selten aus den Kliniken selbst, sondern würden hineingeschleppt.

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