Dr. Hubertus Cranz

Apotheker als EU-Pharmalobbyist Torsten Bless, 19.05.2017 10:24 Uhr

Berlin - Auch Dr. Hubertus Cranz hat es nach seinem Pharmaziestudium nicht in die Offizin verschlagen. Seit vielen Jahren ist er Hauptgeschäftsführer des europäischen Pharmaverbands AESGP. Damit lobbyiert er in Brüssel für die OTC-Industrie. Doch den Kontakt zur Basis hat Cranz nicht verloren.

„Schon früh hatte ich ein Interesse an Arzneimitteln. Ihre Wirkung auf Gesundheit und Krankheit hat mich fasziniert“, sagt Cranz. Geboren 1957 in Stuttgart, begann er im Alter von 20 Jahren sein Pharmaziestudium in Tübingen. „Doch ich mache keinen Hehl daraus, dass ich mir von Anfang an nicht sicher war, ob ich mein ganzes Leben in der Apotheke stehen wollte.“

Während seiner Studentenzeit gewann er auch Einblicke in die Praxis. So stand er 1981 zunächst für sechs Monate in der Offizin. „Das war schon eine schöne Zeit. Ich lernte das Management einer Apotheke kennen. Aber auch der direkte Kontakt zu Menschen hat mir gefallen. Man kann im persönlichen Kontakt mit dem Kunden unheimlich viel Gutes tun.“ Viel mehr prägte Cranz jedoch das anschließende Praktikum in der Pharmaindustrie, bei Ciba und Bayer. „Ich hatte hier gute Vorgesetzte, bekam gleich Aufgaben und wurde schnell in Projekte integriert. So bekam ich einen schönen Einblick in die pharmazeutische Welt.“

Doch auch für juristische und wirtschaftliche Themen schlug sein Herz. So begann er parallel zum Pharmaziestudium auch noch ein VWL-Studium. Nach einer kurzen Unterbrechung wechselte er zu den Wirtschaftswissenschaften an der Fernuniversität Hagen. „Das ließ sich gut machen.“

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