Reisemedizin

Hepatitis-A-Epidemie in Asien APOTHEKE ADHOC/dpa, 29.04.2008 12:58 Uhr

Berlin - Angesichts des jüngsten Ausbruchs einer Hepatitis-A-Epidemie in Südchina empfiehlt das Centrum für Reisemedizin (CRM) Asientouristen, sich gegen die Viruserkrankung impfen zu lassen. Mindestens 330 Menschen sind im April in der südchinesischen Stadt Guiyang an Hepatitis A erkrankt. Ursache war verunreinigtes, in Flaschen abgefülltes Mineralwasser. „Diese Fälle machen deutlich, wie wichtig der Impfschutz gegen den Erreger Hepatitis A für eine Reise nach China ist", sagt Dr. Tomas Jelinek vom CRM.

Eine Ansteckung kann nach Angaben des CRM zwar meist durch sorgfältige Hygiene beim Umgang mit Nahrungsmitteln vermieden werden. Wenn die Infektion aber über kontaminiertes Trinkwasser erfolge, biete nur eine Impfung sicheren Schutz. Die Ansteckung erfolgt über fäkal verschmutzte Nahrung und Getränke, besonders häufig über Muscheln und Krebstiere.

Die Erkrankung beginnt mit Grippegefühl, Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Nach einigen Tagen wird in den meisten Fällen der Urin dunkel und der Stuhl hell. Die Haut färbt sich schließlich gelb. Der weitere Verlauf ist unterschiedlich, bei Kindern oft leicht. Bei Erwachsenen kann die Erkrankung hingegen schwer verlaufen und länger anhalten.

Der Impfschutz ist etwa zehn Tage nach der ersten Impfung aufgebaut. Eine zweite Impfung, sechs bis zwölf Monate nach der ersten, sichert die Wirkung über mindestens zehn Jahre. Das CMR weist darauf hin, dass seit letztem Jahr zahlreiche gesetzliche Krankenversicherungen die Kosten für Reiseimpfungen übernehmen.

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