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Julis gegen Lindemann APOTHEKE ADHOC, 29.05.2013 15:12 Uhraktualisiert am 30.05.2013 08:58 Uhr

Berlin - Der FDP-Gesundheitspolitiker Lars Lindemann hat in den vergangenen Monaten seine berufliche Karriere vorangetrieben. Im Dezember holte ihn die unter anderem auf Medizinrecht spezialisierte Kanzlei Ehlers, Ehler und Partner an Bord. Im März wurde er zum Hauptgeschäftsführer des Spitzenverbands Fachärzte Deutschlands (SpiFa) ernannt. Kritik kommt jetzt ausgerechnet aus seiner eigenen Partei: Sieben Jungliberale aus Berlin wollen am Wochenende ihren Landesverband auffordern, Lindemann vier Fragen zu seinen außerparlamentarischen Tätigkeiten vorzulegen.

„Transparenz auch in den eigenen Reihen!“, lautet das Motto des Antrags zum Landeskongress der Jungen Liberalen aus Berlin. Der liberale Nachwuchs stößt sich vor allem an der Verlautbarung des SpiFa, Lindemanns Aufgabe beim Verband sei es, „das Bild des Facharztes und seine große Bedeutung in der medizinischen Versorgung offensiv zu vertreten“.

Man habe Verständnis dafür, „dass sich Bundestagsabgeordnete während ihrer Mandatszeit darum bemühten, in ihrem ursprünglichen Beruf einen Fuß in der Tür zu behalten“, heißt es in dem Antrag. „Wir erwarten jedoch, dass jeder Bundestagsabgeordnete dabei den hohen Ansprüchen an die Unabhängigkeit seines Mandats und der Transparenz gegenüber den Bürgern genügt.“

Die Tatsache, dass ein Mitglied des Gesundheitsausschusses im Bundestag nebenher als Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes der Fachärzte tätig sei, werfe Fragen auf. „Wir kritisieren, dass sich Lars Lindemann nicht von selbst zu seiner neuen Tätigkeit geäußert hat.“

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