Rezeptur-Tipp

Dronabinol: Prüfung und Kapselherstellung Cynthia Möthrath, 15.05.2017 14:21 Uhr

Berlin - Ein Aufreger in der Apothekenwelt: Seit kurzer Zeit ist THC, auch Dronabinol genannt, in Deutschland rezeptfähig. Es kann nun auf einem BTM-Rezept verordnet werden und wird unter anderem in der Schmerztherapie oder bei neurologischen Erkrankungen eingesetzt. Doch nicht nur die Verordnung sorgte für viel Wirbel in den Apotheken, auch die Herstellung von Dronabinol-Rezepturen stellte die PTA im Labor vor neue Herausforderungen. Mittlerweile ist die Zubereitung schon in Fleisch und Blut übergegangen. Der erste Respekt vor dem Umgang mit THC in der Rezeptur ist verflogen.

Für die Herstellung von Dronabinol-Kapseln gibt es verschiedene Fertigsets von unterschiedlichen Firmen. Diese enthalten die notwendigen Grundsubstanzen, so müssen nicht alle Bestandteile einzeln bestellt werden. Das erleichtert die Rezepturarbeit.

Eines dieser Sets ist zum Beispiel „Dronabinol in DAC Qualität“ von Bionorica Ethics. Es enthält die Dronabinol-Substanz in einer 1 ml-Glasspritze mit dazugehörigem Analysenzertifikat, einen THC-Schnelltest mit einer Durchführungsanleitung und allen notwendigen Materialien. Dazu kommen ein leeres Prüfzertifikat und Formulare zur Plausibilitätsprüfung von verschiedenen Dronabinol-Rezepturen. Ebenfalls enthalten sind Protokolle für die Herstellung von Öligen Dronabinol-Tropfen und -Kapseln.

Passend zum Set gibt es das „Herstellset für Dronabinol-Kapseln“ von Bionorica Ethics. Es enthält die Leerkapseln und das benötigte Hartfett „Softisan“. Für die Herstellung im Labor sollte genügend Zeit eingeplant werden, damit der Herstellungsprozess nicht unterbrochen wird. Das ist wichtig, weil das Harz nach dem Erwärmen relativ schnell wieder fest wird und es nicht länger wie nötig dem Luftsauerstoff ausgesetzt werden sollte.

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