DAK-Studie

Frauen häufiger krank als Männer dpa, 15.03.2016 16:03 Uhr

Berlin - Wenn Männer krank sind, jammern sie nach landläufiger Meinung deutlich mehr als Frauen. Dafür fehlen Frauen öfter wegen Krankheit im Job. Das liegt unter anderem an den unterschiedlichen Erkrankungen – aber auch das Kinderkriegen spielt eine Rolle. Nach einer Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit lag der Krankenstand von Frauen im vergangenen Jahr um 14 Prozent höher.

Demnach fehlten täglich 44 von 1000 Frauen bei der Arbeit, bei Männern waren es nur 39 von 1000. Dies geht aus dem neuen DAK-Gesundheitsreport hervor. Der vielzitierte „kleine Unterschied“ sei damit viel größer als gedacht, bilanzierte DAK-Vorstandschef Herbert Rebscher.

Gleichzeitig stieg der allgemeine Krankenstand auf den höchsten Wert seit 16 Jahren. 2015 waren der Studie zufolge jeden Tag 4,1 Prozent der Erwerbstätigen krankgeschrieben. Besonders auffällig waren dabei Atemwegserkrankungen, wo es einen Anstieg um 27 Prozent gab. Grippewellen und ähnliche Phänomene seien also hauptverantwortlich für den hohen Stand, erklärte Hans-Dieter Nolting vom Forschungsinstitut IGES, das den DAK-Gesundheitsreport erstellt hat.

Ebenso auffällig ist der höhere Krankenstand bei den weiblichen Beschäftigten. Dabei schleppen sich Frauen der Studie zufolge sogar häufiger krank zur Arbeit als Männer.

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