Brandenburg

Apotheker und Agnes checken Arzneimittel APOTHEKE ADHOC, 15.02.2016 09:03 Uhr

Berlin - Apotheker, Arzt und Pflegekraft arbeiten gemeinsam daran, die Medikation von Patienten zu verbessern. Das ist die Idee eines neuen Polypharmazie-Projektes in Brandenburg. Im Südosten des Landes soll das neue Konzept nun getestet werden.

Die Arbeitsgemeinschaft „Innovative Gesundheitsversorgung in Brandenburg“ (IGiB), die das Projekt organisiert, besteht seit 2009. In der Gruppe haben sich die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB), die AOK Nordost und die Barmer GEK Berlin-Brandenburg zusammengeschlossen, um Konzepte zur Sicherung der ambulanten medizinischen Versorgung in strukturschwachen Regionen zu entwickeln. Auf das Konto der IGiB gehen bislang eine Bereitschaftspraxis in Cottbus und ein Patientenbus, der Patienten zum Arzt bringen sollte. Seit 2012 gibt es das Konzept der Fallmanagerin „agnes“.

In Zukunft sollen sie auch die Medikation ihrer Patienten überprüfen. Denn gemeinsam mit dem Apothekerverband Brandenburg (AVB) wurde das Teilprojekt „Polypharmazie“ ins Leben gerufen: Dabei verordnet ein Arzt die Medikationsanalyse. Eine „agneszwei“-Fachkraft fährt dann zu dem Patienten und erfasst die Medikation und die Einnahmegewohnheiten in einem Formular. Dabei werden auch selbstgekaufte Arzneimittel aufgenommen.

Den ausgefüllten Erhebungsbogen leitet sie an die Apotheke weiter. Dort wird eine eine erweiterte Medikationsanalyse durchgeführt. Die Ergebnisse übermittelt der Apotheker an den Arzt und bespricht mit ihm eventuelle Probleme. Der Arzt passt die Medikation gegebenenfalls an und erklärt dem Patienten die Änderung. Das neue Konzept soll zunächst in der Region Oberspreewald-Lausitz getestet werden.

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