Autounfall

Betrunkener fährt in Apotheke Maria Hendrischke, 01.07.2015 13:46 Uhr

Berlin - Ein Betrunkener hatte sein Auto in die Markt-Apotheke in Neu-Ulm gesetzt. Dabei entstand ein Schaden in Höhe von 40.000 Euro, der Apothekeninnenraum wurde nahezu völlig zerstört. Der Raser selbst blieb unverletzt. Er musste sich nun vor Gericht verantworten; dabei zeigte er Reue und entschuldigte sich. Das Urteil fiel daher recht mild aus – er muss eine Geldbuße von 3200 Euro zahlen.

In der Apotheke habe sich der Fahrer bislang allerdings nicht entschuldigt, sagt eine Mitarbeiterin. Der Fall sei von ihnen aber auch nicht weiter verfolgt worden. Mit der Herrichtung der Apotheke sei nach dem Crash im März genug tun gewesen: „Es sah aus wie nach dem Krieg, der Schock war im ersten Moment sehr groß“, so die Angestellte.

Neben der Scheibe und dem Mauerwerk seien auch die Heizung und Wasserrohre im Geschäft beschädigt worden, somit habe es auch einen Wasserschaden gegeben, erzählt sie. Auch die Innenausstattung habe ersetzt werden müssen. Es gebe auch drei Monate nach dem Unfall noch kleine Restprobleme.

Dennoch habe die Apotheke nur am Samstag – dem Tag nach dem morgendlichen Crash – schließen müssen. Am Wochenende sei durchgehend aufgeräumt worden, so dass die Markt-Apotheke am Montag ihre Kunden wieder weitestgehend versorgen konnte, berichtet die Mitarbeiterin. Der damalige Apothekeninhaber Gerhard Rau habe kurz nach dem Unfall seine Apotheke an Brigitte Ried verkauft. Der Verkauf sei aber schon vor dem Schaden beschlossen worden.

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