AMK-Meldungen

Dosierungsabweichung bei Genotropin APOTHEKE ADHOC, 05.01.2016 14:45 Uhr

Berlin - Pharmacia meldet einen Defekt am Dosiermechanismus seines Genotropin GoQuick Fertigpens (Somatropin). Die Pfizer-Tochter weist in einem Schreiben an die medizinische Fachkreise darauf hin, dass durch kräftiges Überdrehen des Dosierstabs die gewählte Dosis des Wachstumshormons um einen Klick, also einen Dosis-Schritt, höher liegen kann als die angezeigte Dosis. 

Je nachdem, ob der Fertigpen à 5 oder 12 mg verwendet wurde, kommt es zu einer zusätzlichen Gabe von 0,05 mg oder 0,15 mg Somatotropin. Der Hersteller selbst sieht darin kein Risiko für die Patienten – die geringfügig höhere Dosis sei vernachlässigbar, außerdem seien nicht alle Pens betroffen. Dennoch werden Patienten aufgefordert, mit einem defekten Pen den behandelnden Arzt aufzusuchen.

Das gentechnisch hergestellte Wachstumshormon wird bei Kindern und Erwachsenen angewendet. Mit dem Hormon werden verschiedene Wachstumsstörungen behandelt. Dazu gehören Kleinwuchs, das Ullrich-Turner-Syndrom und die Chromosomenstörung Prader-Will-Syndrom.

Nach Informationen der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) kann auch Importware betroffen sein, da das Präparat in mehreren Ländern der EU vertrieben wird.

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