Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
Patrick Hollstein, 18. Februar 2012, 11:42 Uhr
Seit Ende 2007 ist neben den drei Firmengründern Enno Scheel, Thomas D. Boner und Thomas Hintz der Berliner Finanzinvestor Capiton als Eigentümer an Bord. Ein Beteiligungsfonds des Private-Equity-Unternehmens hält derzeit 40 Prozent der Anteile – 40 Millionen Euro soll Capiton nach Gerüchten aus der Branche für den Einstieg bezahlt haben.
Nach gut fünf Jahren will der Investor nun wieder aussteigen – und Kasse machen: Angeblich wird als Kaufpreis ein dreistelliger Millionen-Betrag aufgerufen. Ob diese Summe alleine für das Anteilspaket realistisch ist, wird sich zeigen: Der Umsatz von Zytoservice wird auf 80 bis 90 Millionen Euro, der Ertrag auf 15 bis 20 Millionen Euro geschätzt. Rund 130 Mitarbeiter arbeiten heute für das Unternehmen, darunter zwei Dutzend Apotheker.
Als Interessenten kommen neben Finanzinvestoren – auch beim Mitbewerber GHD ist ein Kapitalgeber an Bord – vor allem Unternehmen aus der Branche in Frage. Der Markt konsolidiert sich, auch wegen der Ausschreibungen der Krankenkassen. GHD kaufte vor einem Jahr Oncosachs, Fresenius übernahm zuletzt den Aschaffenburger Herstellbetrieb Henke Pharma.
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