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Weleda kämpft um Existenz

Isaac Bah, 06. Februar 2012, 15:46 Uhr

  • Ökotest sehr gut, Finanzlage schlecht: Der Naturprodukte-Hersteller Weleda schreibt rote Zahlen.Foto: APOTHEKE ADHOC
Berlin -

Vor wenigen Wochen nahm der langjährige Weleda-Vorstandschef Patrick Sirdey überraschend seinen Hut. Allmählich zeichnen sich die Hintergründe für seinen Abgang ab: Weleda wird für das abgelaufene Geschäftsjahr erneut einen Millionenverlust ausweisen. Damit kann der Naturkosmetik- und Arzneimittelhersteller für das Jahr 2012 aus dem Cash-flow seine Zinsverpflichtungen nicht erfüllen. Die Eigentümer kämpfen um die Existenz des Unternehmens.

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Der Verlust für das Jahr 2011 beträgt rund 10 Millionen Schweizer Franken (8,3 Millionen Euro); gleichzeitig sank der Umsatz auf 307 Millionen Euro und liegt damit leicht unter dem Vorjahreswert von 308 Millionen Euro. Weleda schreibt seit Jahren fast durchweg rote Zahlen: 2008 betrug das Minus 4,7 Millionen Euro, 2010 wurde mit einem Verlust von 3,8 Millionen Euro abgeschlossen. Nur 2009 stand unter dem Strich ein Plus.

Zwar macht das Unternehmen Währungseffekte durch den starken Schweizer Franken für das schlechte Ergebnis verantwortlich. Doch Weleda krankt auch an schwerwiegenden Strukturproblemen.

Vor allem die Pharmasparte ist defizitär: Unter der Leitung von Sirdey hatte das Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren versucht, den Bereich durch Restrukturierungen und Programme zur Effizienzsteigerung zu sanieren. Offenbar ohne Erfolg: „Unsere Umstrukturierungsmaßnahmen greifen bislang nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben“, räumte ein Weleda-Sprecher ein.

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apotheke adhoc Debatte 3 Kommentare

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Community Mitglied 06. Februar 2012, 19:58 Uhr
#3 Geschieht euch recht, liebe Weleda

Sorry, aber seit ich Weleda bei EDEKA und REWE stehen sehe ist der Kosmetikbereich aus meiner Sichtwahl verschwunden. Das kommt davon, wenn man nur auf Masse aus ist und den Fachhandel veräppeln will.

Community Mitglied 06. Februar 2012, 16:57 Uhr
#2 So kanns kommen

wenn man den Fachhandel verärgert: Ware bei Drogeriemärkten verramschen, extrem unkulante Retourenregelung (für nicht-Rx und Nichtarzneimittel gibts keinen Cent) und schwunghafter Werksverkauf an praktisch jeden (Mitarbeiter, Besuchergruppen, Teilnehmer an Veranstaltungen...).
Hier (Schwäbisch Gmünd) führt das in nennenswertem Umfang fast nur noch dm. ich hab die schon seit Jahren rausgeschmissen und bestelle nur noch das was direkt verlangt wird. Mein Mitleid hält sich also in Grenzen.

Community Mitglied 06. Februar 2012, 16:16 Uhr
#1 Das kommt davon

wenn man auf masse setzt. muss halt dm einspringen und den laden komplett übernehmen. wäre doch ne nette eigenmarke. und so viel esoterik ist doch auch mal schön.

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