Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
Benjamin Rohrer, 03. November 2010, 12:18 Uhr
Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) genießt seit mehr als 100 Jahren bei ihren Mitgliedern und Kunden einen guten Ruf. Gemessen an der Bilanzsumme hat sich das Institut zur größten deutschen Genossenschaftsbank entwickelt, deren Erfolg nicht zuletzt auf der besonderen Treue ihrer Klientel beruht. Selbst in den jüngsten Krisenzeiten stehen die Heilberufler zu ihrer Bank.
1902 schließen sich 18 Apotheker aus Danzig im „Kreditverein Deutscher Apotheker (KREDA)“ zusammen. Ziel ist die Vergabe günstiger Kredite an die Mitglieder. Bereits fünf Jahre später zählt die Genossenschaft 1000 Mitglieder. 1920 wird der Geschäftssitz nach Berlin verlegt. Kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges fusioniert der KREDA mit dem 1908 gegründeten „Spar- und Kreditverein Deutscher Apotheker“ (SPARDA) unter dem Namen „Deutsche Apothekerbank“.
Bei einem Mitgliederstand von 2800 muss die Bank 1945 schließen. Durch den Ausschluss aller Juden aus der Genossenschaft verliert das Institut einen bedeutenden Teil seiner Mitglieder; hinzu kommt die komplette Zerstörung des Berliner Bankgebäudes in den letzten Kriegsjahren.
1948 wird von Genossen des aufgelösten Berliner Instituts unter dem Namen „Westdeutsche Apothekerbank“ am Standort Düsseldorf eine neue Genossenschaft gegründet. Bis heute befindet sich die Zentrale der Apobank in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens und ist - im Gegensatz zu allen anderen deutschen Genossenschaftsbanken - nicht regional organisiert. Durch Erweiterung des Kunden- und Mitgliederkreises auf alle akademischen Heilberufler wächst der Mitgliederbestand schnell an.
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