Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
Patrick Hollstein, 30. März 2011, 10:22 Uhr
Selten waren die Behörden so deutlich: In den Niederlanden spitzt sich die Situation für Versandapotheken, die überwiegend ins benachbarte Ausland liefern, deutlich zu. Zehn Jahre nachdem sich deutsche Unternehmer unter Ausnutzung des liberaleren niederländischen Apothekenrechts hinter der Grenze niedergelassen haben, soll das Katz-und-Maus-Spiel jetzt ein Ende haben. Die Kontrolleure wollen künftig hart durchgreifen, wenn niederländische Regeln nicht beachtet werden.
Vor einer Woche hatte die zuständige Aufsichtsbehörde 30 Versandapotheken zu einer Anhörung nach Utrecht eingeladen; 43 Personen nahmen an der Besprechung teil. Anhand einer fiktiven Bestellung wurden zunächst alle Abläufe durchgespielt; danach konnten die Versender Fragen stellen. Aus dem Protokoll der Sitzung, das APOTHEKE ADHOC vorliegt, geht deutlich hervor, wie entschlossen die Inspekteure sind, die Einhaltung der niederländischen Vorschriften künftig ohne Ausnahme durchzusetzen - auch wenn dies unter Umständen das Geschäftsmodell von DocMorris, Europa Apotheek Venlo und Vitalsana gefährdet.
Problematisch sind für die Versender vor allem Vorschriften, die sie bei der Belieferung deutscher Patienten nicht erfüllen können. So müssen Indikation und Dosierung in den Niederlanden vom Rezept auf die Arzneimittelpackungen übertragen werden. Da diese Informationen auf deutschen Rezepten fehlen, können die Versender diese Auflagen nicht erfüllen.
Die Prüfer stellten unmissverständlich klar, dass für niederländische Versandapotheken, die ins Ausland liefern, dieselben Regeln gelten wie für alle anderen Apotheken. Die Einhaltung der Vorschriften soll ab sofort streng kontrolliert werden.
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apotheke adhoc Debatte 9 Kommentare
Mitdiskutierenstimmt
Herr Müller: natürlich, nur ein Problem von vielen - aber evtl. eines weniger.
Wir haben aus den letzten Jahren gelernt, dass man sich auch schon über kleine Dinge freuen muss, und selbst die könnten wieder von irgendeinem Gericht kassiert werden (z.B. Kassenrabatt)
Klingt erstmal gut....
....aber wenn Deutschland noch ein paar neue sichere Versandländer benennt und es dann wieder xy Jahre dauert. Bei aller Freude .... abwarten.
Dennoch: Vorsicht, das Problem liegt diesseits der Grenze......
WEG mit dem §11a ApothekenG !!
Denn die ABGABE von Arzneimitteln ist ein unmittelbarer personenbezogener Akt EINSCHLIEßLICH einer unmittelbaren Beratung - und damit unvereinbar mit einem anonymen Versand durch eine Versand-"Apotheke"oder einem anonymen "pick-up" !!
schon grotesk, ...
da lösen die Holländer evtl. unser Problem! Unter anderem mit dem Hinweis auf "eine verantwortungsvolle Versorgung". Das sollte sich das BGM mal hinter die Ohren schreiben.
Sehr gut !!!
:-)
Besser spät als nie !
Das Dilemma liegt nicht auf der Seite der "grenznahen" Anbieter, sondern auf der Seite der deutschen Apotheker, die vor Ort um den Lohn Ihrer ehrlichen Arbeit gebracht werden!
Da kann Doc Morris noch so schöne neue Logos herausbringen, die Indikation und Dosierung muss auf die Packung! :)
Das war´s wohl!!
Auch ein Holländer läßt von deutschen Besserwissern nicht vera..... Besonders nicht von Deutschen!!!
Herrlich.
is doch auch mal schön ein paar gute Nachrichten zu hören.
Mitleid!!
Ich stelle schon mal eine Sammelbüchse auf!!
Jedem was er verdient!