Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
Patrick Hollstein, 20. Mai 2011, 10:08 Uhr
Für den Aufbau ihres Großhandels hatte die Berliner Apothekenkooperation Gesine bei ihren Lieferanten gewildert und leitende Mitarbeiter der Anzag und der Sanacorp an Bord geholt. Jetzt gibt es einen weiteren prominenten Neuzugang: Thomas G. Stiegler, bis vor kurzem Chef der Apothekenkooperation Torre, ist aus dem bayerischen Zirndorf nach Berlin gewechselt.
Stiegler ist nach eigenen Angaben als freier Berater bei Gesine mit den Schwerpunkten Großhandel und Marketing tätig. Bereits Ende März war er offiziell bei Torre ausgestiegen, nachdem er sich zuvor aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen hatte. Stiegler hatte 14 Jahre lang für die Kooperation gearbeitet; im Jahr 2000 war er in die Geschäftsführung eingetreten, ab 2005 trug er die Alleinverantwortung.
Vor zwei Jahren hatte der gelernte Journalist und PR-Mann gemeinsam mit einem Partner alle Geschäftsanteile von den beiden Gründern, dem Nürnberger Apotheker-Ehepaar Cornelia und Dr. Felix Schielein, übernommen. Die geplante Umwandlung in eine Aktiengesellschaft war vor einem Jahr allerdings im Sande verlaufen. Für sein Ausscheiden führt Stiegler private Gründe an; bei seinem Abgang hatte er seine Anteile an die Gesellschaft übertragen.
Stieglers Antritt in Berlin kommt allerdings nicht gänzlich überraschend: Schon im Sommer 2007 hatte er gemeinsam mit Gesine-Chefin Susanne Lorra eine Zusammenarbeit beider Kooperationen vereinbart: Torre-Mitglieder konnten über Gesine einkaufen, Gesine-Apotheker an den Schulungen und Seminaren von Torre teilnehmen.
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