Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
Patrick Hollstein, 22. März 2011, 16:19 Uhr
Für niederländische Versandapotheken wie die MedcoCelesio-Töchter DocMorris und Europa Apotheek Venlo (EAV) oder den Schlecker-Ableger Vitalsana könnte es in Zukunft deutlich ungemütlicher werden. Denn die niederländischen Behörden wollen ab sofort genauer hinschauen, was die Einhaltung des Apothekenrechts angeht. Die niederländischen Regeln lassen sich allerdings teilweise nicht mit den deutschen Vorschriften in Einklang bringen, die die Versender bei der Lieferung an deutsche Verbraucher ebenfalls beachten müssen. Sollte keine Lösung gefunden werden, könnten Teile des Geschäfts sogar zusammenbrechen.
Vor einem Jahr hatte ein Apotheker, der zuvor bei der EAV für die Einhaltung der Rechtsvorschriften zuständig war, seinen ehemaligen Arbeitgeber bei den Gesundheitsbehörden angezeigt. Laut Beschuldigungsschreiben wurden wichtige pharmazeutische Bestimmungen nicht eingehalten, zum Beispiel was die Kontrolle und Archivierung der Rezepte, die Pflege der Patientenakten, die Lagerung der Medikamente oder die Etikettierung der Packungen angeht.
Die Behörden haben nach Informationen von APOTHEKE ADHOC jetzt reagiert und ihre Richtlinien überarbeitet. Gestern wurden die Versandapotheken bei einem Treffen darüber informiert, dass sie künftig sämtliche Vorschriften einzuhalten haben. Die Übergangsfrist beträgt drei Monate.
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