Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
dpa/APOTHEKE ADHOC, 14. November 2011, 10:50 Uhr
Zuvor hatten die Vorstände von Stada und Hemofarm mit Präsident Boris Tadić und Wirtschaftsminister Mladjan Dinkic über die Probleme gesprochen. Die Regierung sei in Alarmzustand versetzt worden, weil Stada einer der größten Investoren in Serbien ist, berichtete die Zeitung.
Innerhalb von 14 Tagen sollen nun Gespräche mit Vertretern der Pharmaindustrie aufgenommen werden, um die Bedingungen für die Auszahlung zu klären. Das Finanzministerium wurde bereits beauftragt, die notwendigen Mittel bei den Beratungen zum Haushaltsentwurf einzuplanen. Bei Stada wollte man nicht verraten, welcher Anteil der Abschreibungen von der Patronatserklärung gedeckt wird.
Der Generikakonzern hatte Hemofarm 2006 für rund 480 Millionen Euro gekauft. Ebenfalls übernommen wurden Minderheitsbeteiligungen an den Großhändlern Velefarm und Vetfarm, an denen neben Stada der Staat beteiligt ist. Weil man in Bad Vilbel bis vor kurzem vermutlich mit einer Pleite der beiden Firmen rechnete, waren die Beteiligungen auf jeweils 1 Euro abgeschrieben worden.