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Abrechnungsdaten

Spiegel: Rechenzentren als Daten-Hehler

APOTHEKE ADHOC, 12. Februar 2012, 12:31 Uhr

  • Geschäft mit Informationen: Nach einem Bericht des Spiegel sollen apothekereigene Rechenzentren nicht nur anonymisierte, sondern auch unverschlüsselte Daten verkauft haben.Foto: APOTHEKE ADHOC
Berlin -

Verkauften apothekereigene Rechenzentren sensible Daten an Pharmahersteller? Der „Spiegel“ erhebt in seiner aktuellen Ausgabe schwere Vorwürfe gegen die Branche. Im Mittelpunkt steht die Firma pharmafakt/Gesellschaft für Datenverarbeitung (GFD) mit Sitz in Karlsfeld bei Dachau, an der neben der Verrechnungsstelle der Süddeutschen Apotheken (VSA) die Landesapothekerverbände aus Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen beteiligt sind. Das Unternehmen soll nicht nur anonymisierte Daten verkauft haben, sondern auch illegalerweise mit unverschlüsselten und deanonymisierten Informationen gehandelt haben. Außerdem sind laut Beitrag das Norddeutsche Apotheken-Rechenzentrum (NARZ) und die Retaxfirma Gesellschaft für Statistik im Gesundheitswesen (GFS) in den Fall verwickelt.

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Unter Berufung auf die eidesstattliche Versicherung eines ehemaligen IT-Managers der GFD berichtet das Nachrichtenmagazin über die vermeintlichen Datenströme: Demnach hatte der Ex-Mitarbeiter millionenfach Rezeptdaten in unverschlüsselter Form gesammelt und gespeichert, „auf ausdrückliche Anweisung der Geschäftsführung und ‚in Abstimmung’ mit der VSA“. Auch vom NARZ habe er über dessen Tochterfirma GFI eine Zeitlang unverschlüsselte Rezeptdaten bekommen.

Als im April 2007 neue Regeln für den Umgang mit Verordnungsdaten eingeführt wurden, änderte sich laut Spiegel der Mechanismus bei der GFD: Die Rezeptdaten der VSA sollen fortan in zwei Versionen geliefert worden sein: Neben dem verschlüsselten gab es demnach weiter einen unverschlüsselten Bestand.

Weil das NARZ dagegen ab diesem Zeitpunkt offenbar nur noch anonymisierte Daten lieferte, mussten diese laut Spiegel bei der GFD deanonymisiert werden: Dazu wurden weitere Daten zugekauft, laut Bericht wurde eigens ein Datenkanal zur GFS gelegt. Die Firma, die früher zur VSA gehörte und deren Eigentümerstruktur heute unklar ist, hat sich auf die Rezeptprüfung für Krankenkassen spezialisiert – die Barmer zählt zu den größten Kunden.

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apotheke adhoc Debatte 3 Kommentare

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Community Mitglied 13. Februar 2012, 10:45 Uhr
#3 E - Card

Soviel zur generellen Datensicherheit! Sobald es um wirtschaftliche Belange geht, ist diese immer sekundär!

Community Mitglied 13. Februar 2012, 10:08 Uhr
#2 Zeitpunkt

komisch. dass so eine Meldung genau zu dem Zeitpunkt kommt, zu dem alle Medien über Milliardenüberschüsse der kranken Kassen berichten.
Verbuche ich unter Störfeuer und Nebelgranate.

Community Mitglied 12. Februar 2012, 14:01 Uhr
#1 VSA

Warum wundert es mich nicht daß dieser dubiose Verein mal wieder mit dabei ist wenn gemauschelt wird? Spätestens eit die auch im Retaxgewerbe mitmischen sind sie für mich sowieso indiskutabel.

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