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Drogerieketten

Schlecker ist pleite

APOTHEKE ADHOC, 20. Januar 2012, 15:12 Uhr

  • Finanzielle Probleme: Die Drogeriekette Schlecker ist insolvent.Foto: Elke Hinkelbein
Berlin -

Die größte deutsche Drogeriekette Schlecker ist insolvent. Nach Konzernangaben war eine geplante Zwischenfinanzierung geplatzt. Notwendige Restrukturierungsmaßnahmen hätten daher „im zeitlich gesetzten Rahmen” nicht weiter umgesetzt werden können. Nun will Schlecker einen Insolvenzantrag stellen und einen Vorschlag für die Sanierung vorlegen. Der Konzern steckt in den roten Zahlen und schließt derzeit in Deutschland Hunderte von Filialen. Wie es mit der Kette weitergeht und was aus der Versandapotheke Vitalsana wird, ist derzeit noch ungewiss.

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Folgen die Gläubiger dem Plan, soll die alte Geschäftsführung im Amt bleiben. Der Insolvenzverwalter würde dann begleitend tätig. Ziel ist der Erhalt eines großen Teils des Filialnetzes und damit auch der Arbeitsplätze. Der Geschäftsbetrieb läuft zunächst unverändert weiter; die Zahlung der Mitarbeitergehälter sei im Rahmen des Insolvenzausfall-Geldes gesichert.

Nach früheren Berichten schreibt Schlecker seit 2008 rote Zahlen. Im Geschäftsjahr 2010 war der europaweite Umsatz um 10 Prozent auf 6,55 Milliarden Euro gesunken; 2011 soll es weitere Rückgänge gegeben haben. Laut Spiegel kämpft die Kette mit massiven Liquiditätsproblemen.

Erst im November war bekannt geworden, dass Schlecker neue Geldgeber sucht. Einen Notverkauf von Teilen des Imperiums hatte ein Sprecher damals ausgeschlossen. Schlecker soll zuletzt mehr als 1000 Filialen geschlossen haben; dann käme die Kette noch auf rund 7000 Märkte.

Besonders problematisch: Firmenchef Anton Schlecker haftet als Einzelunternehmer für seine Aktivitäten mit seinem Privatvermögen. Vor einem Jahr hatte er seine beiden Kinder, Lars und Meike Schlecker, an die Konzernspitze geholt. Auch externe Manager wurden an zentrale Positionen geholt.

Schlecker war 1967 zunächst mit einem SB-Warenhaus am Stadtrand von Ehingen gestartet. Acht Jahre später hatte der Metzgermeister in Kirchheim unter Teck schließlich seinen ersten Drogeriemarkt eröffnet; 1977 folgte die 100. Filiale. Die internationale Expansion begann in den 1990er Jahren.

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apotheke adhoc Debatte 17 Kommentare

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Community Mitglied 26. Januar 2012, 17:54 Uhr
#17 Holger der Troll

"Ein Mittel, um Foren vor derartigen Beiträgen zu schützen, ist das Informieren der Benutzer über das Phänomen und die typischen Eigenschaften von Trollbeiträgen.

Die anderen Teilnehmer der Diskussion können Troll-Diskussionen begegnen, indem sie auf Beiträge des Trolls grundsätzlich nicht eingehen. In der Netzkultur bezeichnet man dies mit der Phrase „Trolle nicht füttern“. Damit entzieht man den Trollen die Aufmerksamkeit, die sie erhaschen wollen.[7] In der Regel trollen sich die Trolle dann und ziehen weiter."

Community Mitglied 23. Januar 2012, 14:22 Uhr
#16 @ all außer Troll

... der empfohlene Artikel in Wikipedia ist interressant. Besonders der Hinweis zu den Sockenpuppen. Bitte alle mal lesen und entsprechend reagieren.

Community Mitglied 23. Januar 2012, 13:38 Uhr
#15 vitalsana

vielleicht ist das jetzt mal etwas glaubhafter, dass man sich mit Arzneimitteln keine goldene Nase mehr verdient. Sonst hätte sich Schlecker ja damit sanieren können. Dafür gab es aber in der Vergangenheit schon zu viele "Gesundheitsreformen", die die Marge gesenkt haben. Hat man im Schlecker-Vorstand wahrscheinlich übersehen. Arzneimittel sind außerdem Güter besonderer Art und keine Brötchen, und sollten auch so gehandelt werden. Wer Hunger hat, kann auch mal einige Zeit ohne Nahrung auskommen. Bei Arzneimitteln geht das nicht. Wer Arzneimittel braucht, der braucht sie schnell, und zwar meist ganz bestimmte und dazu ganz bestimmte Informationen. Per Paketbote und Telefon geht das kaum.

Community Mitglied 23. Januar 2012, 09:19 Uhr
#14 P.L.O.N.K @ Schm....

im übrigen wird sich keiner wundern. Sie haben immer einen Verwandten, Bekannten, Nachbarn, sonstigen lieben Mitmenschen, der .... . Aber zufällig keinen, der bei Schlecker gearbeitet hat. Dann wäre Ihre Meinung eher zwiespältig ausgefallen. So ist diese aber ziemlich eindeutig, hinweg mit denen die nicht verstehen wie Marktwirtschaft geht. Auch wenn Herr Schlecker mit seinen Vermögen haftet, für diesen, die Familie und die Manager des Konzerns wird schon genügend übrig bleiben. Die die wirklich haften und dafür bezahlen sind die Mitarbeiter und wobei die schon in Vorleistung gegangen sind in der Zeit der Beschäftigung.

Community Mitglied 22. Januar 2012, 23:11 Uhr
#13 @holger schmidt

plonk

Community Mitglied 21. Januar 2012, 16:56 Uhr
#12 @T. La Roche

3. Sie werden werden vielleicht erstaunt sein, aber genau das macht ein bekannter von mir: Insolvenzware, Leasinggeräte und ähnliches günstig aufkaufen, ggf. aufmotzen und dann günstig anbieten. Dazu gibt er regelmäßig Computer- und Internetkurse für Senioren. Diese Geräte sind zum Teil zwar nicht sehr viel billiger, als das neuste Gerät vom Discounter, jedoch schätzen wohl gerade ältere Kunden eher die einfacheren, dafür aber funktionalen Dinge.

Und auch ich habe schon öfters älteren Menschen gezeigt, wie man mit einem Computer umgeht, einfache Dinge damit erledigt und sich im Internet zurechtfindet.

Wer das aber nicht möchte: "Außerdem gibt es viele Drogerieartikel auch im Supermarkt (und sogar der Apotheke) zu kaufen."

Laut Presseberichten soll übrigens der durchschnittliche Filialumsatz einer Schlecker-Filiale ca. €20.000 betragen. Oder anders ausgedrückt: Es hat sich nahezu kein Kunde in einem Schlecker blicken lassen. Die sich haben blicken lassen, haben kaum etwas gekauft. Filialen der Konkurrenz sollen wohl durchschnittlich auf €300.000 Umsatz kommen.

4. Zum Beispiel, ja. Meine Eltern wohnen in einem Vorort einer größeren Stadt. Dort kommt jeden Morgen der Bäcker-Wagen durch die Straße gefahren. Dort kann man bequem alles frisch kaufen und auch vorbestellen. Ansonsten gibt es Backwaren in jedem Supermarkt.

Mittlerweile kommen sogar zwei Bäcker-Wagen, nachdem ein anderer Bäcker entdeckt hat, daß man damit wohl den eigenen Umsatz deutlich erhöhen kann.

Glücklicherweise schreibt der Staat ja auch bei Backwaren nicht vor, daß sie nur in Bäckereien, nur von 8-18 Uhr und zu festgelegten Preisen zu verkaufen sind. Und deshalb entscheidet jeder Bäcker selbst, ob und wie und zu welchen Preise er seine Waren anbieten möchte. So berichtete mir neulich jemand aus BW, daß er am 6. Januar (Feiertag) frische Brötchen kaufen wollte. Alle drei Bäcker in seiner Umgebung hatten aber geschlossen (Bäcker dürfen an Sonn- und Feiertagen öffnen). Also ging er zur örtlichen Tankstelle und traf dort auf eine nicht enden wollende Schlange von Menschen, die dort frische Brötchen kaufte. Die Tankstelle machte den Umsatz einer Woche wahrscheinlich an diesem einen Morgen. Allerdings waren dort die Brötchen wohl noch einmal teurer als beim Bäcker. Nennt man Marktwirtschaft. Der eine möchte was, der andere möchte kein Geld verdienen, der Dritte schon und alles funktioniert, ohne daß jemand den Staat vermißt hätte.

Wenn also eine Drogeriekette schließt oder sich stark verkleinert, die offenbar in der Vergangenheit nicht in der Lage war, durch entsprechende Angebote Kunden anzulocken, dann bin ich darüber nun wirklich nicht traurig. Denn das, was aus der Insolvenz übrig bleibt, wird mit Sicherheit deutlich besser werden. Und die Fehler, die Schlecker gemacht hat, werden andere wohl zukünftig nicht wieder tun. Denn aus Fehlern lernt man und ganz besonders schnell Unternehmer.

Community Mitglied 21. Januar 2012, 10:53 Uhr
#11 @ Holger Schmidt

"brauchen sie sich über die Marktwirtschaft und den Wettbewerb nun wirklich keine Sorgen machen."
Uff, da bin ich ja erleichtert.
Überhaupt bin ich nun wesentlich entspannter. Manchmal braucht man einfach jemanden, der eine andere Perspektive hat als diese inzestiösen Forumsapotheker.
zu 3. Ich bin schon dabei im Internet einige einfache Billigcomputer rauszusuchen und meine Kunden zukunftstauglich zu machen- bei dreistelligen Bestellmengen bekomme ich Rabatte, die bei den Pharmaherstellern völlig utopisch sind. Inzwischen gibt es auch sehr gute Einführungssoftware. Am Sonntag werde ich einen Flyer erstellen und meine Kunden darauf aufmerksam machen.
zu 4. Sollte der Bäcker nebenan auch noch zu machen, dann könnte man ja auch die Brötchen ausfahren. Ich erinnere mich noch an Urlaube in meiner Kindheit, wo die frischen Brötchen morgends in einem Baumwollsäckchen an die Tür gehängt wurden. Irgendwann war das zu teuer, aber wenn die Marktwirtschaft es so einrichtet, dass das zu einem Preis angeboten wird wie der Bäcker vor Ort, dann haben alle gewonnen.

Ich bin überzeugt: Mit einem Perspektivenwechsel ändert sich schon bald die Realität. Schluss mit dem verkrampften Apothekerdasein!

Community Mitglied 20. Januar 2012, 23:04 Uhr
#10 siehe

Wikipedia --> Troll (Netzkultur)

Community Mitglied 20. Januar 2012, 23:02 Uhr
#9 Don't..

..feed the troll.. ;-)

Community Mitglied 20. Januar 2012, 22:50 Uhr
#8 @T. La Roche

3. Helfen sie selbst, wo es sich anbietet oder machen sie mobilitätseingeschränkte Mitbürger auf auf den Versand aufmerksam. Aber obwohl, vielleicht kämen die dann ja noch auf "falsche" Ideen...

4. Es gibt viele weitere Einzel- und Kettendrogerien. Außerdem gibt es viele Drogerieartikel auch im Supermarkt (und sogar der Apotheke) zu kaufen. Denn obwohl man Chlorreiniger und Essigsäure zusammen mit Natron und Babybrei in der Drogerie kaufen kann, schreibt der Staat hier ja glücklicherweise noch nicht vor, daß man diese Dinge nur in zugelassenen Geschäften kaufen darf, die ihre Türen immer geschlossen halten müssen, nicht länger als 18 Uhr geöffnet haben dürfen und einen Notdienst anbieten müssen und dies dann auch noch zu staatlich vorgegebenen Gewinnmargen. Dann wäre da noch der Versand über Telefon, Internet oder Katalog. Solange der Staat sich also nicht einfallen läßt, Schlecker "retten" zu müssen, brauchen sie sich über die Marktwirtschaft und den Wettbewerb nun wirklich keine Sorgen machen.

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