Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
APOTHEKE ADHOC, 23. Februar 2012, 15:33 Uhr
„Schlecker-Filialen sind für die Grundversorgung auf dem Land unverzichtbar“, sagte Elke Lill, Rechtsanwältin der Münchener Kanzlei Bell, Helm & Partner und Beraterin des Gesamtbetriebsrats, gegenüber dem Manager Magazin. Die Versorgungssituation könnte sich noch weiter verschlechtern, wenn es zu weiteren Schließungen käme: „Insbesondere ältere Menschen ohne Auto und Internetzugang würden erhebliche Probleme bekommen, überhaupt noch Waren einkaufen zu können“, sagt Lill.
Mit finanziellen Zuschüssen des Staates oder des Europäischen Sozialfonds (ESF), der für die Unterstützung strukturschwacher Regionen ins Leben gerufen wurde, könnte die Drogeriekette die Verluste der Dorfläden ausgleichen, argumentiert der Betriebsrat.
Mecklenburg-Vorpommern hatte bereits Ende Januar signalisiert, helfen zu wollen: „Es muss alles getan werden, dem Unternehmen eine tragfähige Zukunft zu eröffnen und den Beschäftigten eine Perspektive zu geben“, sagte Gesundheits- und Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD). In Schleswig-Holstein werden seit 2005 kleinere Einzelhandelsgeschäfte in abgelegenen Gebieten finanziell unterstützt.
apotheke adhoc Debatte 9 Kommentare
Mitdiskutieren#9 Staatsknete,
Mit Staatsknete Schlecker retten. Wenigstens hat dann wieder das Kabarett ein neues Thema. Ich freu mich schon.
Nach der Sanierung bekommt wahrscheinlich Schlecker noch einen Preis für die besten Arbeitsbedingungen. Da schlägt doch das Gewerkschafterherz gleich ein bischen höher.
#8 .
Fr. Schwesig sieht eine Chance, sich ins Gespräch zu bringen - das darf den Steuerzahler schon mal ein paar Milliönchen kosten! Mit diesen wird ein insuffizienter Seifenhöker gewindelt, der als Leuteschinder seit Jahren verrufen ist. Naturgemäß beteiligt sich der Betriebsrat an dem Szenario, da offenbar ein besch... Arbeitgeber bei den Herrschaften immer noch beliebter ist, als keiner. Der Kunde hat sein Urteil über die tristen Grotten längst gesprochen, weshalb das Reich des Ramschkönigs versunken ist. Zeitgleich geraten gute Arbeitsplätze in Apotheken in Gefahr, weil es davon "zu viele" gibt. Der Schacherer wird zum unverzichbaren Inhaber eines imaginären Versorgungsauftrags, der zuverlässige Versorger zum Parasiten an der Gesundheitskasse erklärt.
#7 Unterschied
der Staat ruiniert Apotheken vorsätzlich. Diese erhalten keine Hilfe, obwohl das Gesundheitswesen im Geld schwimmt.
Schlecker ruiniert sein Unternehmen selbst. Dem soll geholfen werden.
Wer soll das verstehen? Ist das der Bonus dafür, das Schlecker hilft, Apotheken zu ruinieren?
#6 Hmm...
Na das hat aber gedauert. Schon vor einigen Wochen sagte der baden-württembergische MP, daß das Bundesland selbstverständlich Schlecker mit einer Bürgschaft zur Seite stünde. Natürlich, schließlich muß kein Politiker selbst für den Schaden bezahlen, den er anrichtet.
Und da die EZB ja gerade streng auf die €1.000.000.000.000 zusteuert, die sie einfach so druckt, wundert es wohl kaum, daß solche Forderungen laut werden. Das passiert eben, wenn Unternehmen für schlechte Entscheidungen nicht mehr bestraft werden.
Aber die Argumentation des Betriebsrates ist schon dreist. Wo kommen diese Argumente nur her? Was könnte da wohl die Quelle sein? Hmm... *amkopfkratz*
Also ich bin für den Verbot des Versandhandels mit Drogeriewaren und für die staatliche Preisbindung aller Drogeriewaren. Das wird helfen.
#5 Grundversorgung
„Es muss alles getan werden, dem Unternehmen eine tragfähige Zukunft zu eröffnen und den Beschäftigten eine Perspektive zu geben“, sagte Gesundheits- und Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD)."
Bin auch der Meinung, da muß eingeriffen werden. Gründung von einer vom Staat subventionierten Handelsorganisation (HO, kommt Ihnen ja bekannt vor). Dann integriert man die Ärzte in Ärztezentren,vulgo Polykliniken. Apotheken werden unter Aufsicht des Pharmazierates Sprengelweise eingerichtet.
Dann wählen wir nach der causa Wulf endlich in direkter, geheimer Wahl einen Staatsratsvorsitzenden.
Das Parteiengeschacher hört endlich auf, es wird die Nationale Front gebildet, in der alle Parteien vertreten sind.
Und Rechtsanwälte werden in sozialistische Kollektive überführt.
Endlich hört dieser Stress auf und das Paradies, diesmal nicht der Arbeiterklasse sondern der Beamtenklasse wird wahr.
#4 Freie Marktwirtschaft
Wäre die Versorgung auf dem Land dermaßen gefährdet, wie von Schlecker angedeutet, dann würde dies auch bedeuten, dass sich diese Filialen aufgrund der Nachfrage rentieren. Macht die Filiale dicht, stünde daher bereits ein Nachfolger in der Presche. Falls die Dorfläden jedoch wirklich Verluste machen sollten (oder geht es denen um die Verluste der Dorfläden?), dann hilft eine Unabhängige Marktführung, also keine Kette, wo individuell auf die Bedürfnisse der Dorfbewohner eingegangen werden kann. Außerdem kann aufgrund geringeren Wettbewerbs das Preisniveau stabil gehalten werden. Somit ist die Argumentation völliger Quatsch.
#3 Oberdreist!
Erst alle anderen plattmachen und dann jammern.
#2 Ich glaube ich spinne!
Das ist ja wohl das letzte! Wenn Apotheken auf dem Land sterben- die ja Patienten mit Arzneimitteln versorgen und nicht mit Waschmitteln oder Zahnpasta- schaut die Politik weg und tritt mit neuen weiteren Verordnungen nach! Schlecker hat in den letzten Jahren Apotheken direkt angegriffen und jetzt sollen unsere Steuerabgaben für den Metzgermeister und seine Familie geopfert werden. Was ist bloß mit Deutschland los....
#1 Wie frech..
..kann man eigentlich sein und mit knochigen Fingern nach Steuergeldern langen? Mir blieb jetzt gerade das Mittagessen im Hals stecken--ja,merken die noch was?? Dieselbe Nehmerqualität wie unser Ex-Oberindianer..da kann ich nur den Kopf schütteln..