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Merckle-Imperium

Sanofi steigt bei Ratiopharm-Auktion aus

APOTHEKE ADHOC, 29. Dezember 2009, 10:34 Uhr

  • Umbau bei Merckle: Agenturmeldungen zufolge könnte der Verkauf von Ratiopharm 2,5 Milliarden Euro bringen.
Berlin -

Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis ist nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg nicht mehr unter den Bietern für den Generikahersteller Ratiopharm. Sanofi werde andere Gelegenheiten nutzen, um seine Produktpalette und seine Präsenz zu erweitern, heißt es demnach aus zwei Quellen. Sanofi hat in den vergangenen Jahren weltweit zugekauft und versucht auch in Deutschland, mit seiner Generikasparte Winthrop Marktanteile zu gewinnen.

Laut Bloomberg sollen noch Pfizer, Teva, Actavis und die chinesische Sinopharm im Rennen sein. Die schwedische Investgruppe EQT soll als letzter verbliebener Finanzinvestor im Bieterverfahren die Nähe zu Actavis suchen, um die eigenen Chancen zu verbessern. Inwiefern der unlängst selbst angeschlagene isländische Generikakonzern als Käufer überhaupt infrage kommt, wird nicht erwähnt. EQT gehört zum Imperium der Industriellenfamilie Wallenberg, eine der wohlhabendsten und einflussreichsten Dynastien in Schweden und unter anderem Großaktionärin des Pharmakonzerns AstraZeneca.

Die Gebote sollen bei rund 2,5 Milliarden Euro liegen; den Verkaufsprozess begleiten die Commerzbank und die Royal Bank of Scotland. Die zur Merckle-Gruppe gehörende VEM Vermögensverwaltung will den Verkauf von Deutschlands zweitgrößtem Generikahersteller im ersten Quartal 2010 abschließen.

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