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Großhandelskonditionen

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Alexander Müller, 21. Februar 2012, 10:58 Uhr

  • Zuschlag für Retouren: Mehrere Großhändler behalten den Fixzuschlag, wenn Apotheken bei ihnen Ware retournieren.Foto: APOTHEKE ADHOC
Berlin -

Die ersten Monatsrechnungen der Großhändler sagen noch nicht allzu viel über die neuen Konditionen aus, weil viele Apotheken vor dem Jahreswechsel Einkäufe vorgezogen haben und noch auf Nachverhandlungen hoffen. Aufschlussreich ist aber schon jetzt, wie die Großhändler mit Retouren umgehen: Zusätzlich zu den gewohnten Abschlägen je nach Retourenquote gibt es bei Anzag, Gehe und Phoenix eine Pauschale von 70 Cent pro Retoure. Bei diesen Gebühren spielen die Lieferanten bewusst mit ihrem neuen Vergütungsmodell.

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In den Vordrucken für die Konditionenverhandlungen war die Retourengebühr bei den drei genannten Großhändlern jeweils klar geregelt. Bei der Anzag ist von einer „Gutschrift unter Berücksichtigung des nicht rabattfähigen Fixzuschlags als Handlingsgebühr“ die Rede. Allerdings ärgern sich Apotheker darüber, dass der Betrag als Summe von der Gesamtrechnung abgezogen und nicht pro Einzelposten als Retourengebühr ausgewiesen wird.

Phoenix legt bei Retouren ebenfalls den „rabattfähigen Abgabepreis (RAP)“ zugrunde – behält also auch die 70 Cent. Bereits gewährte Rabatte und Vorteile werden vorab zurückgerechnet. Immerhin wird die Retourengebühr pro Artikel ausgewiesen.

Auch bei Gehe wird nur der „HAP zzgl. der rabattfähigen Spanne“ erstattet. Der Außendienst beruft sich gern auf neue Gesetzeslage, wonach die Großhändler ihre Fixpauschale von 70 Cent in jedem Fall erheben müssten. Die Zentrale in Stuttgart will sich dazu nicht äußern.

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apotheke adhoc Debatte 8 Kommentare

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Community Mitglied 22. Februar 2012, 00:58 Uhr
#8 Wecxhseln wir alle, mal sehen, was passiert...

Als Anfang der 90er Jahre die GH in Ostdeutschland den Apotheken 0 % Rabatte und max 0,5% Skonto gaben, haben die Kollegen in Sachsen, die sich aus DDR-Zeiten gut kannten kollegial entschlossen, nur bei einem einzigen GH nur eine Woche lang nix zu bestellen! Liebe Kollegen, können Sie sich vorstellen, wer dann amog gelaufen ist? Kleiner Tip: die Pharmazeuten waren es nicht!!! Danach war man auf GH-Seite sehr viel gesprächgiger!
In einer Studie der Fachhochschule Worms (Siehe Pharmarundschau akt. Ausgabe) haben 37% der Apotheken gesagt, dass sie den Direktbezug ausbauen wollen, warum sind es nur 37% und nicht 87%? Ich habe in diesem Portal immer wieder betont, dass man den Direktbezug ausbauen sollte! Und für viele Sachen gibt es ja auch Versandgroßhandlungen wie PPL Koblenz, Vedono, Actimed und andere mit korrekten durchsichtigen Rechnungen. Bis 15 Uhr bestellt, nächste Morgen ist die Ware auf dem Tisch. Beim Blick in die Jahres-BWA 2011 war ich recht zufrieden: durchschnittlicher Wareneinsatz 2011: weit (!) unter 70% Wareneinsatz (!!!) trotz HIV-Patienten, trotz MS-Patienten, trotz Glivec-Patienten und ohne, dass man eine Center-Apotheke ist! Achso auch ohne Zuwendungen, nicht dass der Eindruck entsteht, dass wir illegale "Gaben" erhalten haben,es lief alles legal!!! Direktbestellungen gehen auch ohne ADM und nur mit wenig GH !!!! Probieren Sie es aus! Rechnen Sie nach: wenn Sie rechnerisch etwa 1 Mio Umsatz haben mit Wareneinsatz von 70%, dann sind eine Verbesserung von nur 1-%-Punkt im Wareneinsatz auf 69% glatte 10.000 Euro für Ihr Personal, dass immer zu Ihnen gehalten hat. Ist das denn nichts? Bei Verschlechterung um 2-%-Punkte muß jedoch die nette PTA, die immer lächelnd einsatzbereit ist um ihren Job bangen. DENKEN SIE AN IHR PERSONAL, DAS PERSONAL STEHT ZU IHNEN NICHT DER GH!!!

Community Mitglied 21. Februar 2012, 17:13 Uhr
#7 Warum schlechte Rabatte???

Sie haben alle Recht meine Herren/Damen, leider ist es aber so daß sogar in der heutigen AMNOG 2 Zeit es sehr tolle Rabatte gibt...( ich habe die leider auch nicht) aber ein guter Freund welcher gewagt hat eine Apotheke zu Gründen hat für momentane Zeiten einen hervorragenden Rabatt...äh Skonto bekommen von der Valuta und der Retourenregelung gar nicht zu sprechen.
Wir sollten uns nicht scheuen zu Wechseln!!!!! Die rechnen doch mit unserer Feigheit /Bequemlichkeit
Bestellen sie einfach mal 3 Tag bei ihrem GH nichts mehr.....der Aussendienst ruft sie bestimmt an.

Community Mitglied 21. Februar 2012, 12:52 Uhr
#6 Großhandelskartell

Es ist schon auffällig, dass alle Großhändler gleichzeitig quasi identische Konditionsmodelle bringen.
Und man hat den Verdacht, dass es die Übereinkunft gibt, dass der eine GH die (miesen) Konditionen des anderen GH nicht überbietet, dass man sich also bestehende Kunden nicht abspenstig macht.
Ein Fall fürs Bundeskartellamt?

Community Mitglied 21. Februar 2012, 12:43 Uhr
#5 Ehrliche Großhändler? Gibt es die?

Meine beiden Vorredner haben mit Ihren Punkten durchaus recht.Auch ich ärgere mich über wie Pilze aus dem Boden schießende neue Regelungen des Großhandels zu Ungunsten des Kunden-sprich der Apotheke. Es ist ja schon schlimm, dass Lieferung,Retoure, Benzinkosten, Telefonische Auskünfte mit Zusatzzöllen vom Großhandel belastet werden. Aber noch schlimmer finde ich die Betrügereien, die darüber hinaus noch stattfinden. Mein Ex Großhandel mit den türkisen Kisten hat bei verschiedenen apothekenpflichtigen OTC Produkten den ABDA EK angehoben, um zwar den Rabatt auf eine höhere Summe zu gewähren, aber letzlich mich mit einem höheren Endbetrag abzuzocken. Es wurde zwar von uns schriftlich beim GH angezeigt, aber zunächst ignoriert. Als ich dann deutlicher wurde, drohte man mir unmissverständlich. So eine Farce beende ich sofort. Wenn man/frau heute als Apotheke bestehen will, muss man leidensfähig und innovativ sein und mit den Füßen abstimmen. Europaweit agierende GH wie Phönix/Benu, Gehe/Celesio haben Abteilungen, die sich nur mit der Entwicklung neuer Schwein.....entschuldigen Sie bitte- umlagefähigen Zwangsabgaben für Kunden beschäftigen. Nehmen wir diesen GH doch das Spielgeld weg und bestellen woanders. Und wenn der nicht spurt- den nächsten GH. Liebe Kollegen, die Zeiten des einzigen lebenslangen GH sind vorbei, wir benötigen Lebensabschnittsgefährten, die mit uns eine Strecke des Weges gehen.

Community Mitglied 21. Februar 2012, 12:41 Uhr
#4 Schluss damit

es bleibt nichts anderes übrig, als Rechnungen für die Retourenbearbeitung für nicht von der Apotheke verursachten Retouren zu schreiben. 80% der Retouren sind bei uns
zu kurze Laufzeit
Nichtlieferung (der Artikel fehlt) oder Falschlieferung.
Retouren kosten auch uns Geld, Das kann der GH bezahlen.
Leider haben die es einfacher, weil sie die Rechnung kürzen können.
Das Spiel mit Gebühren, Malus, Handelsspannenausgleich, Tourengebühren und sonstigen Grausamkeiten muss ein Ende haben.

Community Mitglied 21. Februar 2012, 12:40 Uhr
#3 Treffer!

Wieso erstattet der Gr0ßhandel die 0,70 Cent nicht? Diese sind Bestandteil des AEk und gehören zum Preis. Die Aufwandvergütung bekommt der GH über Ret Gebühren, so sie denn verhandelt wurden! Die 70 Cent sind nahe am Betrug!

Community Mitglied 21. Februar 2012, 12:27 Uhr
#2 Treffer! Kollege Schulze

Man kann nur hoffen, daß möglichst viele Kollegen dem GH diesbezüglich mal die Harke zeigen.

Hier scheint die Großhandelsseite bewußt zu vergessen, wer Kunde und wer Anbieter ist.

Bisher hat der Kunde immer noch mit seinem Kaufverhalten den Markt beeinflusst, nicht umgekehrt. Das muß auch der Großhandel merken.

Und das es geht, zeigen in der Tat die Großhändler, die auf solch windige Abrechnungsmodalitäten verzichten. Es gibt sie!

Community Mitglied 21. Februar 2012, 12:07 Uhr
#1 Den letzten Satz

"Schließlich gebe es auch Apotheken mit Retourenquoten von unter 1 Prozent."
wandle ich gern mal um in
Schließlich gibt es auch Großhändler ohne solche Retourengebühr.

Viele Großhändler lassen sich offensichtlich inzwischen wohl schon das Kaffeekochen von den Apotheken bezahlen.

Das Bestellverhalten der Apotheken wird hoffentlich zu Disziplinierung der Großhändler beitragen.

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