Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
APOTHEKE ADHOC, 09. Februar 2011, 14:42 Uhr
Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis hat im vergangenen Jahr bei einigen seiner wichtigsten Produkte in Europa Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Auch die Impfstoffsparte entwickelte sich in der Region rückläufig; dagegen legte das hauseigene Generikageschäft zu. Positiv entwickelte sich vor allem das Geschäft in den Schwellenländern, aus denen mittlerweile 30 Prozent der Einnahmen kommen. Auch Zukäufe (Chattem, Helvepharm, Merial) und rigide Sparmaßnahmen halten Sanofi über Wasser.
Insgesamt stieg der Umsatz um 3,7 Prozent auf 30,4 Milliarden Euro; ohne Währungseffekte hätte es ein leichtes Minus von 0,8 Prozent gegeben. Das operative Ergebnis sank um 6,4 Prozent auf 6 Milliarden Euro; das Nettoergebnis lag mit 5,7 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Sanofi-Chef Christopher A. Viehbacher bezeichnete 2010 als das erste Jahr, in dem die "Patent-Klippe" sichtbar geworden sei.
Weltweit sanken die Einnahmen im Bereich Pharma um 1,6 Prozent auf 26,6 Milliarden Euro, wobei 2,2 Milliarden Euro (plus 46 Prozent) auf das OTC-Geschäft und 1,5 Milliarden Euro (plus 42 Prozent) auf Generika entfielen.
Den dramatischsten Einbruch gab es bei Plavix/Iscover: Wegen der Einführung generischer Clopidogrel-Präparate in Europa sanken die Einnahmen in der Region um die Hälfte auf 822 Millionen Euro. Auch andere Produkte wie Aprovel, Taxotere, Tritace, Actonel, Xatral, Stilnox und Amaryl verloren auf dem europäischen Markt. Dagegen entwickelten sich Lovenox, Lantus und Copaxone erfolgreich. Das Generikageschäft (Winthrop) wuchs in Europa um 11 Prozent auf 404 Millionen Euro; die OTC-Sparte legte um 1,1 Prozent auf 630 Millionen Euro zu.
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