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Vichy-Depotvertrag

„Ohne Beratung leidet die Marke“

Alexander Müller, 30. November 2011, 16:17 Uhr

  • Beratung plus Marke: Heike Panella, bei L'Oréal für den Bereich Apothekenkosmetik zuständig, ist von Depotverträgen überzeugt.Foto: Elke Hinkelbein
Berlin -

Der Kosmetikkonzern L’Oréal sieht seine Produkte am liebsten exklusiv in Apotheken. Deshalb gibt es für die Marken Vichy, La Roche-Posay und Innéov einen neuen Depotvertrag. Nur wer unterschreibt, bekommt künftig noch Ware. Der Großhandel soll Ausschlusslisten mit Apotheken bekommen, die keine Depositäre sind oder sich nicht an die Regeln halten.

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Vichy hat lange an dem neuen Vertrag gefeilt, seit dem Sommer wird er vereinzelt bei Neukunden eingesetzt. Jetzt soll der Roll-out folgen: Die Apotheken wurden angeschrieben und können die Verträge online einsehen. Für jede Marke gibt es einen eigenen Kontrakt, der unterschrieben an den Konzern zurückgehen soll. Bei Bedarf soll der Außendienst nachrücken.

Auch wenn man bei L’Oréal das Wort „apothekenexklusiv“ wegen rechtlicher Fallstricke nicht in den Mund nehmen möchte, ist das Ziel klar: Die Marken sollen aus dem Mass-Market verschwinden. Zwar zeigten die im Graumarkt bezogenen Produkte in den Abverkaufszahlen von Nielsen extrem geringe Stückzahlen auf, sagt die Geschäftsführerin der Division Cosmétique Active von L’Oréal Deutschland, Heike Panella. „Trotzdem möchten wir nicht, dass wir im Mass-Market und in den Drogeriemärkten in den Regalen stehen, denn dort geht ohne fachgerechte Beratung die Attraktivität der Marke verloren“, so Panella gegenüber APOTHEKE ADHOC.

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apotheke adhoc Debatte 10 Kommentare

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Community Mitglied 01. Dezember 2011, 23:19 Uhr
#10 Hausaufgaben

Bevor Vichy sein Heil in (für Apotheker) nutzlosen Verträgen sucht, die außerhalb der Apos sowieso niemand interessiert, sollten sie mal dafür sorgen daß es ein Produkt mal länger als ein paar Monate unter dem selben Namen gibt. Schon wegen ihrer absolut unterirdischen Sortimentspolitik ist diese Marke unaufhaltsam auf Talfahrt. In der Apotheke brauchen wir keine Kosmetik nach Modetrends sondern qualitativ einwandfreie Produkte zum fairen Preis, die es auch mal ein paar Jahre gibt. Und auch keine 100 verschiedenen, die man in keiner Taxe findet und wenn doch nicht bekommt (a.H., Nachfolger, Namensänderung usw.) Dieser Marke weint in ein paar Jahren keiner nach, und mangels Umsatz in den Apotheken ist dann plötzlich alles bei Schlecker. Und der zahlt keine Apotherker-EKs und plaziert wie er will. Wetten? Schließlich will Loreal seine 99% anderer Marken
auch wo verkaufen!

Community Mitglied 01. Dezember 2011, 23:09 Uhr
#9 Hochmut kommt vor dem Fall

Da ich grundsätzlich keine Depotvertäge unterschreibe gehts Vichy bei mir dann wie Hauschka, Eucerin und allen andern: den Platz im Regal nehmen halt andere ein, Freuen wird sich z.B Medikosma, hat bei mir bei null angefangen und inzwischen den ehemaligen Hauschka-Umsatz mehr als erreicht. Und Eucerin fehlt mir auch nicht wirklich, für die 2 oder 3 Kunden die unbedingt ihr Produkt wollen läßt sich das problemlos und häufig unter GH-AEK im Netz besorgen. Wer meint auf den größten Teil der Verkaufstellen verzichten zu können wirds am Umsatz merken.
Ich hab vor 10 Jahren Hauschka gefördert und sehr gut verkauft bis die auf die Idee kamen mir vorzuschreiben, was ich führen und wie ich es zu präsentieren habe. Daß das meine Wala-Empfehlungsbereitschaft nicht gefördert hat ist klar. Wenn ich meinen Stammkunden ein Produkt empfehle daß ich auch bekomme und die Beratung stimmt, dann ist das andere schnell vergessen. Vor allem weil der "Ersatz" häufig auch noch deutlich günstiger ist. Gut zu wissen was die vorhaben, dann wird schon mal alles außer den paar Rennern auf Abverkauf gesetzt und beratungsmäßig schon mal umgesteuert. Und das was ausdrücklich verlangt wird läßt sich garantiert auch weiter beschaffen, siehe Eucerin. Von wegen Graumarkt austrocken - wenn einer genug bestellt bekommt er es auch, notfalls im Ausland. Der gelackmeierte ist der der so was unterschreibt. Was allerdings jede Menge tun werden und sich dann wundern, wo das Zeug online verramscht wird.

Community Mitglied 01. Dezember 2011, 14:55 Uhr
#8 Frage

Gibt es diese Kn.-Verträge auch in Spanien oder Frankreich?
Wann wird endlich die PZN auf die Schachtel gedruckt?

Community Mitglied 01. Dezember 2011, 11:25 Uhr
#7

Dieser Kommentar wurde entfernt.

Community Mitglied 01. Dezember 2011, 09:17 Uhr
#6 „Ohne Beratung leidet die Marke“

..mag sein..besser: ohne apotheke stirbt die marke. also mal mehr einsatz an der drogeriefront. glaubt doch keiner mehr, dass man den vertriebsweg nicht verfolgen kann....wenn man es wollte!!

Community Mitglied 01. Dezember 2011, 09:13 Uhr
#5 klare ansage

...es wäre die gelegenheit, dem außendienst klar zu machen, dass diese vorgeschobene nummer nicht läuft. vichy ist auf dem absteigenden ast - da helfen auch keine knebelverträge.

Community Mitglied 30. November 2011, 21:33 Uhr
#4 Vichy-Talfahrt

Vichy ist auf dem absteigenden Ast. Da nützt auch die Re-exclusivierung nicht mehr. ZU lange hat man sich nur um große Centerapotheken gekümmert, die das Zeug allmählich mehr und mehr vertickt haben. Jetzt sind Marktanteile weg. Die kommen aber nicht mehr, ob mit oder ohne Depotvertrag.

Community Mitglied 30. November 2011, 18:04 Uhr
#3 Lächerlich

"Er bekommt keine Ware mehr und darf auch von den Großhändlern nicht mehr beliefert werden, denen entsprechende Ausschlusslisten vorliegen"

Dieser Passus ist nicht das Papier wert, das wir selber ausdrucken und bezahlen müssen - bei müller, dm, IhrPlatz, etc. sind die Regale voll !! Dort gibt es keine Lieferengpässe, von wegen geringe Stückzahlen!

Auf Nachfrage wie das denn sein könne, ist es den Herstellern (nicht nur Vichy und Roche Posay, auch Beiersdorf, Almased, Biomedica, Bayer, Engelhard, Dr. Pfleger,...) unerklärlich, wie das passieren konnte. Es müsse schwarze Schafe unter den Apothekern bzw. Großhändlern geben.

Warum man den dagegen (trotz Depotverträgen) nichts unternimmt ? Es gäbe keine gesetzliche Handhabe, jeder dürfe diese Ware verkaufen, die Absprachen/Vertäge zwischen den Apotheken und Herstellern beträfen nicht die Drogisten!! Allenfalls könne man die schwarzen Schafe nicht mehr beliefern und somit den Markt austrocknen.

Gibt es denn keine Möglichkeit diese anhand der Chargen-Nummern zu identifizieren und zu eliminieren ? Das stelle man sich zu einfach vor, die Chargen wären viel zu groß um eindeutige Rückschlüsse zu zíehen. (Geheime) Kennzeichnungen gingen auch nicht, weil die Packungen schon vorab in großen Mengen produziert würden. Und wer solle dies alles kontrollieren.

Aber man würde alles tun, um die Ware in den Apotheken zu halten.

Ja liebe Hersteller, nach mehr als zehn Gesprächen glaube ich euch alles !!!

Community Mitglied 30. November 2011, 17:16 Uhr
#2 nichts neues...

dieses vertragselend gibt es doch schon lange. was hat sich geändert? nichts.
daher ist meine entscheidung: dann eben kein vichy. ich unterschreibe keinen vertrag. die firmenpolitik dieses unternehmens war eh nicht sympatisch....ständig neue produkte...ständig neue verpackung...unübersichtlich und überladen - aber so überlebt man wohl nur.

Community Mitglied 30. November 2011, 17:02 Uhr
#1 Kein Knebelvertrag?

Soviel zur Wertschätzung der Apotheker:

1. Einloggen
2. Auf eigenem Drucker und Papier ausdrucken
3. Auf eigene Kosten an Vichy schicken.
4. Bestätigungsemail erhalten

5. Graumarkt bleibt unter Garantie erhalten

Wir Apotheker sind denen nicht mal ein Blatt Papier wert. :-)

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