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Pharmagroßhandel

Noweda stampft Kapferer ein

Patrick Hollstein, 25. November 2010, 15:52 Uhr

  • Einheitlicher Auftritt: Die Noweda verabschiedet sich von der Marke W. Kapferer.Foto: Elke Hinkelbein
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Berlin -

Zwei Jahre nach der Übernahme durch die Noweda verschwindet die Traditionsmarke W. Kapferer aus der deutschen Großhandelslandschaft. Wie Noweda-Chef Wilfried Hollmann erklärte, sollen im kommenden Frühjahr die beiden verbliebenen Kapferer-Standorte umfirmieren: „Wenn Noweda drin ist, dann wird aus Kapferer auch Noweda“, so Hollmann bei der Gesellschafterversammlung in Essen.

Die Noweda hatte den Familienbetrieb mit Sitz im baden-württembergischen Mosbach im Juli 2008 übernommen. Die beiden Brüder Claus und Wolfgang Kapferer, die das 1884 gegründete Unternehmen in der vierten Generation leiteten, blieben damals als Geschäftsführer im Unternehmen - und bleiben als Generalbevollmächtigte weiter dabei.

Kapferer beschäftigte zum Zeitpunkt der Übernahme 380 Mitarbeiter und belieferte eigenen Angaben zufolge rund 1700 Apotheken. Der Umsatz lag bei rund 550 Millionen Euro; allerdings hatte das Unternehmen einen Verlust von 1,5 Millionen Euro geschrieben.

Bereits im Lauf des Jahres verschwand die Marke Kapferer zusehends: Im Frühjahr wurde die Niederlassung in Saarbrücken/Friedrichsthal umbenannt, im Juli wurde der Kapferer-Standort in Garching bei München durch einen Noweda-Neubau in Bergkirchen ersetzt. 18 Millionen Euro investierte die Genossenschaft in die neue Niederlassung.

Nun sollen auch die Häuser in Mosbach und Chemnitz/Rossau für einen bundesweit einheitlichen Auftritt umfirmieren. Laut Hollmann ist die Integration damit abgeschlossen. Mit der Umsatzentwicklung bei Kapferer ist der Noweda-Chef zufrieden. Basis dafür sei die Übertragung des geschäftspolitischen Konzeptes und die weitgehende Anpassung der Leistungen im Tagesgeschäft gewesen. Auf den Firmenwert von Kapferer hatte die Noweda im vergangenen Jahr rund 10 Millionen Euro abgeschrieben.

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apotheke adhoc Debatte 1 Kommentar

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Ehemaliges Community-Mitglied 25. November 2010, 18:36 Uhr
Pharmahandelskonzerne!

Jaja, die Apotheker wollen daß Rücksicht auf kleine Strukturen genommen wird und sind selbst die größten Kapitalisten. Aber für elf Prozent Rendite kann man ruhig Werte zerstören.

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