Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
Patrick Hollstein, 25. November 2010, 12:18 Uhr
Die Noweda hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr hingelegt und schwört ihre Mitglieder auf den anstehenden Sparkurs ein. Mit Blick auf die beschlossenen Maßnahmen der Bundesregierung forderte Noweda-Chef Wilfried Hollmann bei der Generalversammlung in Essen die Apotheker nicht nur auf, noch enger mit ihrem eigenen Großhändler zusammenzuarbeiten, sondern auch den Gürtel enger zu schnallen.
Die Noweda werde zwar alles tun, um die Nachteile für die Mitglieder zu minimieren. „Wir brauchen aber auch das Verständnis der Mitglieder, denn Verluste in Höhe von 26 Millionen Euro können auch wir nicht negieren. Wir brauchen Ihre Mithilfe, zum Beispiel bei der Suche nach Einsparpotentialen.“
Hollmann weiter: „Wir werden Anpassungen vornehmen müssen, wir werden mit jedem Mitglied nach einer Lösung suchen, damit die Auswirkungen begrenzt bleiben.“ Je intensiver die Apotheker mit der Noweda zusammenarbeiteten, desto eher ließen sich die Nachteile ausgleichen. Ökonomischer Egoismus sei in der aktuellen Situation keine Lösung, so Hollmann: „Jetzt hilft nur eine Bündelung der Kräfte, weil das neue Möglichkeiten eröffnet, die den Mitgliederapotheken helfen werden.“
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