Apotheken-Franchise

Wiwo: DocMorris wird verschwinden APOTHEKE ADHOC, 21.07.2012 11:18 Uhr

Berlin - Die Suche hat begonnen: Im Auftrag von Celesio spricht die Deutsche Bank derzeit mit potenziellen Käufern für DocMorris. Wie die WirtschaftsWoche (Wiwo) berichtet, sind unter den Interessenten deutsche Handelskonzerne, ein Finanzinvestor und sowie eine ausländische Drogeriekette. Spätestens bis zum Jahresende soll das Geschäft abgeschlossen sein. Fest zu stehen scheint allerdings bereits, was mit den Markenpartnern passiert: Sie werden womöglich bald nicht mehr DocMorris heißen.

Wie die Wiwo unter Berufung auf Celesio-Kreise berichtet, wird die Marke im Vor-Ort-Geschäft nicht weitergeführt. Nur noch die Versandapotheke soll unter DocMorris firmieren – die Marke wird also mit verkauft.

Celesio-Chef Markus Pinger hatte bereits in der Vergangenheit mehrfach versichert, dass die Rechte der Markenpartner unberührt bleiben sollen. Zwar hat der Exodus bereits eingesetzt, bei Laufzeiten zwischen fünf und zehn Jahren müssten aber vermutlich Abfindungsregelungen gefunden werden.

Denn für die Markenpartner bedeutet der Ausstieg neben Ernüchterung auch Kosten: Gemäß Kooperationsvertrag gibt es kein rotes Apotheken-A, stattdessen grüne Kreuze. Auch die Inneneinrichtung kommt von DocMorris und muss möglicherweise ersetzt werden.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Ältere Kommentare lesen 10 Kommentare
  • 14.August 2012, 16:58Uhr
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    #10Schadenfreude ist nicht angebracht, aber

    die Neuerungen der letzten Jahre waren oft von Politikern durchgesetzt, die sich nicht im geringsten die Mühe gemacht haben, den Fachkreisen zuzuhören. Da lagen viele Vorschläge seitens der Apotheker auf dem Tisch, aber es wurde ja stets "neue Türen aufgestoßen" und "Strukturen aufgebrochen" , ohne Sinn und Verstand. Überhaupt, unter zivilisierten Leuten macht man Türen auf, man Stößt sie nicht auf. Das machen nur Leute die gern mit der Tür ins Haus fallen. Mich kann man mit solch brachialen Verhaltensformen nicht beeindrucken, das muss einfach anders gehen. Ein Josef Hecken, der sich im Saarland nicht an deutsches Recht glaubte halten zu müssen und damit nur von einem Gericht gestoppt werden konnte, mag zwar "modern " sein damit, aber solche Dreistigkeit hat in der Politik nichts verloren.

  • 23.Juli 2012, 18:30Uhr
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    #9Sommerlochfüller der Presse

    ....vielleicht doch eher der Spekulationserguß eines Journalisten, etwas an der Wahrheit vorbei.... sommerlochmäßig.......mit der "Garantie", daß andere "Blättchen" einfach abschreiben.

  • 23.Juli 2012, 12:25Uhr
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    #8zu # 4

    grundsätzlich ist es Ihnen frei gestellt, die "Kaufmann´s" Philosophie zu vertreten. Ich würde jedem Kollegen auch anraten, sie zu vertreten und nicht aus den Augen zu verlieren. ABER! Wie weit kommen Sie da? Wenn die derzeitige Einsparwelle vorbei ist, wird es eine neue Welle geben und danach wieder eine, usw. usw., solange bis Österles´Kettentheorie sich erfüllt. Kaufmann´s Zahlen kann man auch geringer machen und kürzen, Zahlen sind keine Argumente und deshalb manipulierbar. Ich meine, dass das Ende Ihrer Philosophie abzusehen ist. Was tun? Sind wir ohnmächtig und machtlos? Schaut man sich den zweiten Teil des Berufsbildes, den Heilberufler an, so sieht man auf den ersten Blick auch nur Langeweile. Wer aber das Ende des Kaufmanns erkennt, wird sich Gedanken machen, welchen inneren Wert denn der Heilberufler so hat. Und wer hier zum Beispiel sowas wie Gemeinwohlaspekte entdeckt, der wird sich fragen, was es denn mit denen so auf sich hat und ob sie vielleicht eine Hilfe sind. Vielleicht entdeckt er dann in der Spieltheorie, eine reinen Abhandlung menschlichen Verhaltens, das "Gemeinwohlspiel". Gefangenendilemma , Potlach u.a. anderes hat er vielleicht schon mal anderswo gehört. Also, wer im Gemeinwohlspiel was Gutes beiträgt, der wird belohnt. Wer aber Schlitzohr ist, und denkt, ich tue nichts, ich lass mal die anderen beitragen, der wird auch belohnt, da es ja vielleicht keiner merkt. Wer also nur die knallharte Ego-Kaufmannskarte spielt, also nix einzahlt, der wird auch belohnt. Irgendwann merken es so nach und nach die anderen, das es vielleicht auch ohne Beitrag geht, aber leicht klar erkennbar, ohne Beitrag der meisten bricht früher oder später das System zusammen. Wenn wir nur noch Doc´s haben, bricht eben das System zusammen! Und mit dem System auch Sie! Das gebe ich Ihnen zu bedenken.

  • 23.Juli 2012, 10:37Uhr
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    #7Hätte...

    ja auch klappen können. Für einige DocMorris-Apotheken lief es wohl ganz gut. Aber das ist Roulette. Auch wenn die Farbe Grün suggeriert, dass man die Bank hält, die stets gewinnt. Man sitzt unter den Spielern und ist....ausgeliefert, wie man sieht. Einmal mehr behalten die Recht, die nicht auf jeden rollenden Zug gleich aufspringen, weil da irgendein falscher Prophet das Blaue vom Himmel verspricht. Vorteil 24 muss da genannt werden und wohl auch Gesine, wo man vielleicht mit 25T€ eingestiegen ist und mit -50T€ wieder herauskommt.

  • 23.Juli 2012, 08:55Uhr
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    #6@ 4 Sorry ....

    .... wenn alle diese Konzepte nach und nach zusammenbrechen ? Dann nehme ich die als Vorbild ? Ne, Ne, .... ich mußte mich schon als Heilberufler beschimpfen lassen. Nun der Kollege (nennen wir ihn "Kaufmann") hat alles probiert . 10% auf alles (auch RX, außer Tiernahrung :-) ), 1€ pro Arzneimittel, 1€ pro Rezept, 15-70% auf alles außer RX (vorher natürlich den VK willkürlich höher setzen, wie bei Porta oder bestimmten Baumärkten). Aber auch 1€ pro Lierung Botendienst bei Bestellung in der Apotheke (wenn der Kunde online bestellt Lieferung frei). Oder wenn der Kunde seine Online-Bestellung selber abholt, je nach Präparat 1-2€ Aufschlag (Lieferung natürlich frei) . Das kann man alles machen. Dazu noch einen GH anmelden und eine Mini-Krankenhausversorgung annehmen um die Ware dann ambulant zu verkaufen. ....... usw. Der 2. Kaufmann den ich kenne hat zig Kollegen von LINDA und Vorteil 24 überzeugt. Die sind alle sauer, das rechnet sich jetzt nämlich überhaupt nicht mehr und er versucht jetzt alle anderen GH zu überzeugen ihm 7% (inkl. Skonto) zu geben. Beides Neugründungen in den letzten 10 Jahren mit alteingesessenen "Heilberuflern" vor Ort. Hm .... welches Konzept setzt sich durch ? Bei gleichen Rahmenbedingungen (da muß ich Kollege Schulze zustimmen) immer das heilberufliche. Wenn politisch gewollt natürlich ungleiche Rahmenbedingungen geschaffen werden: -Steuervorteile aus dem Ausland, wirtschaftlich untragbare Konzepte (wieviele 100Millionen hat Gehe für Doc Morris auf Kosten aller Steuerzahler in Deutschland abgeschrieben, hat diese Apotheke schon mal Gewinn gemacht ?) .... dann gewinnen die "Kaufleute" . Denn unter EK verkaufen kann jeder ... es fragt sich nur wielange ? :-)

  • 23.Juli 2012, 07:30Uhr
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    #5@ #4 sorry

    haben Sie sich und/oder die Kunden gefragt, warum diese dort bei Easy und oder DocMorris sind und nicht bei Ihnen (in Ihrer "alten verstaubten kleinen Apotheke") ? Da bringen Sie, ich weiss nicht warum, etwas durcheinander. Der Umkehrschluß ist, und so behaupten Sie es, jede Inhabergeführte Apotheke ist "alt verstaubt und klein". Das ist ja so nicht richtig. Es geht doch darum gleiche Rahmenbedingungen für alle zu schaffen, und den derzeitigen Zustand der Ungleichbehandlung zu beseitigen, illegale Methoden des Wettbewerbs einzudämmen, und das ist Aufgabe des Staates. Ist es nicht gerade die Verantwortung des,der Apothekers/Apothekerin für seine Apotheke die hier für den Patienten Sicherheit und Verlässlichkeit bringt. Also warum waren die Patienten bei Easy und/oder DocMorris, irgendeinen Bonus, Schnäppchen oder sonstigen geldwerten Vorteil wird es schon gegeben haben. Diese Welt ist leider so, Geiz ist Geil und lenkt die Kundenströme, die Qualität zählt nicht mehr oder noch nicht wieder. Aber es wird sich richten (Praktiker 20% auf alles ... - gibt es die noch?, wenn ja wie lange?) und darum müssen die Apotheker an der Qualität arbeiten, Qualität am Patienten und nicht auf dem Papieren, die die ApBetrO so vorschreibt und verhindert Qualität am Patienten zu leben.

  • 22.Juli 2012, 12:29Uhr
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    #4Schadenfreude tut selten gut

    genau, der Staat soll endlich "kapieren und es richten"....so haben wir Apotheker es gerne, schön abschotten....nur : Haben wir mal auf die Verbraucher gehört? Was wollen die eigentlich? Wollen die wirklich noch gerne in unsere alten verstaubten kleinen Apotheken gehen? Wir betrachten das Ganze immer aus unserer Apothekersicht ("sind wir wirkliche eine so schützenswerte Art, die sich nicht selber helfen kann?") DocMorris hatte zumindest eine Idee, die haben sich selbst durch Celesio und den internen Raubbau zwischen Versand und Präsenz kaputt gemacht, aber - sorry Kollegen - Bewegung in unseren Markt gebracht und uns aufgeweckt. Und easy? Ich war letzte Woche mal wieder in einer easy in Süddeutschland und war erschrocken - erschrocken, wie voll mit Kunden, großzügig und angenehm es dort war. Als Kunde würde ich wieder hingehen. Das hat mir gezeigt, dass ich mich ändern muß, um zu überleben. Ob nun easy, DocMorris oder etwas eigenes steht da auf einem anderen Blatt, aber Wettbewerb hilft, nicht zu verstauben - und wenn wir weiter so gegen alles Neues wettern, da sind wir bald weg vom Fenster.

  • 21.Juli 2012, 12:42Uhr
    Community Mitglied

    #3Easy wird bald folgen...

    Wenn die Easy Apotheken Homepage Ihre Karteileichen von der Liste streichen würde (z.B. Halle / Diese Nummer ist vorübergehend nicht zu erreichen), dann sieht man auch dort diese Entwicklung ! In gut frequentierten Lagen ohne Ärzte nur vom billigen OTC zu existieren kann auf Dauer nicht gutgehen !

  • 21.Juli 2012, 12:25Uhr
    Community Mitglied

    #2#1

    gebe vollkommen recht, aber wann kappiert der staat endlich, was da abgeht?? der preis, bestehende apotheken kaputt zu machen, ist viel zu gefährlich. geiz ist geil sollte vorbei sein.

  • 21.Juli 2012, 12:21Uhr
    Community Mitglied

    #1Die "Erfolgsmodelle"...

    ... kommen und gehen. Vorteil24, Doc Morris und die ersten easy-Apotheken schließen. Ich persönlich kann aber auch nicht verstehen, wie man seine Apotheke(n) einem von außen übergestülpten Konzept unterordnet und dafür auch noch Geld bezahlt. Pech!