Wachwechsel im Generalalphabet Alexander Müller, 12.03.2012 13:44 Uhr
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Generalalphabet aufräumen: Mit den neuen AOK-Rabattverträgen müssen die Apotheken im April ihr Lager umstellen.Elke Hinkelbein
Berlin - Zum Glück fällt der 1. April in diesem Jahr auf einen Sonntag. Sonst würden vermutlich alle Apotheker von ihren Kunden gefragt werden, ob sie scherzen. Denn viele AOK-Versicherte müssen in rund zwei Wochen umgestellt werden, wenn die neuen Rabattverträge in Kraft treten. Weil die Ergebnisse der nunmehr siebten AOK-Tranche früh bekannt gegeben wurden, dürfte es zumindest bei der Lieferfähigkeit der Hersteller weniger Probleme geben als bei der sechsten Runde.
Die AOK hat wie gewohnt nur einen Hersteller pro Wirkstoff unter Vertrag genommen und das Bundesgebiet in diesmal acht Regionallose aufgeteilt. 62 von 90 Wirkstoffen waren schon in der vierten Tranche ausgeschrieben, die im März ausläuft. Trotzdem werden die Apotheken ihr Lager umräumen müssen, denn unter den Rabattpartnern der AOK gibt es ab April markante Verschiebungen.
Lediglich bei rund 20 Wirkstoffen bleibt der Rabattpartner derselbe. Bei einigen davon könnte es dennoch Wechsel geben, weil Bietergemeinschaften den Zuschlag erhalten haben und bis zum Schluss nicht öffentlich ist, wer am Ende liefert. Unterschiede gibt es auch je nach Bundesland, weil die AOK die Anzahl der Regionallose von fünf auf acht erhöht hat. Dies fällt aber kaum ins Gewicht, weil meistens ohnehin ein Hersteller den Wirkstoff in allen Losen gewonnen hat.
Pantoprazol etwa wechselt bundesweit von Heumann zu Actavis, Amitriptylin von Mylan dura zu Hexal. Ratiopharm verliert Amoxicillin an Hexal, Clindamycin an CNP, Doxycyclin an Aliud, Fluconazol an Basics, Lansoprazol an TAD, Lorazepam an Pfizer und Metamizol an Winthrop.
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#3@ #2 kennt
Ihr Automat die Rabattverträge schon 3 Monate früher? Nein! Also lassen Sie diesen offensichtlichen Werbeversuch, das dient doch nur dazu, dass an der Misere die existent ist, noch mehr Leute verdienen. Softwarehäuser probieren das auch, mit neuen Modulen. Immer wenn irgendwo Quatsch gemacht wird, kommt einer daher, der dran verdienen will, siehe auch Korrekturetiketten.
#2Ein echter Grund zu automatisieren
Dieses Raubrittertum der kranken Kassen, das zu ständigem Umräumen in den Schubladen führt, muss endlich beendet werden. Ich bin froh, dass wir seit fast 10 Jahren einen Automaten haben, trotzdem ärgere ich mich darüber, dass NICHTS mehr planbar ist. -Ware verfällt, weil sie durch Rabattverträge plötzlich unverkäuflich geworden ist -Kunden werden durch Wechsel der Firmen im 2-Jahres-Rhythmus ständig wieder verunsichert -der Korruption wird durch die Geheimhaltungsverträge zwischen Kassen und Herstellern Tür und Tor geöffnet Wann wird dieser Unfug endlich beendet?
#1Nachhaltig ?
Wann endlich werden folgende Zahlen veröffentlicht: - ECHTES Einsparvolumen der Kassen ? - Kosten Bürokratieaufwand in den Apotheken ? - Kosten Bürokratieaufwand bei Kassen und Herstellern ? - Verfall durch Unverkäuflichkeit (bei Herstellern, PhaGro und Apotheken) - und vor allem: gesamtwirtschaftlicher Schaden durch NON-Compliance bei den Versicherten ??? Behauptete Einsparungen hin oder her - in meinen Augen ist der ganze Zirkus nur noch Schwachsinn pur !!!