Versandhandel

Amazon: „Pillen-Prime“ nur in München – vorerst APOTHEKE ADHOC, 10.05.2017 14:57 Uhr

Berlin - Apothekenprodukte von Amazon soll es zunächst nur in München geben. Auch wenn es zahlreiche Anfragen gebe: Derzeit existierten keine konkrete Pläne, in Berlin nach einer weiteren Apotheke zu suchen, sagt ein Sprecher. In anderen Städten gebe es den Expressdienst „Prime Now“ schlichtweg nicht. Rechtlich sieht sich der Konzern auf der sicheren Seite.

Für die Kooperation mit der Bienen-Apotheke habe man sich bewusst entschieden, weil durch die 15 Filialen auch eine Präsenz vor Ort gewährleistet sei, so der Sprecher. Jeder Bestellung liege ein Infozettel bei, in dem auf die Kontaktmöglichkeiten hingewiesen werde.

Um keine rechtlichen Probleme zu bekommen, hat der Konzern seine Infrastruktur eigens auf die Apotheke zugeschnitten: So wird die Ware nicht wie sonst üblich zum Logistikzentrum „Neue Hopfenpost“ in der Arnulfstraße geliefert, sondern direkt zum Kunden. Außerdem würden die Tüten nicht hinterlegt oder beim Nachbarn abgegeben, sondern ausschließlich dem Empfänger ausgehändigt. Als Kurierdienste sind Interkep und System-Logistik dabei.

Um Verwechslungen auszuschließen, sei das System mehrfach gesichert, so der Sprecher. So müsse der Fahrer die Tüte bei der Abgabe beispielsweise gegenscannen. Aus datenschutzrechtlichen Gründen sei die Adresse auf dem Aufkleber auf der Tüte auch nur codiert, einzig der Fahrer könne den Code auslesen. Selbst der Apotheker kenne die Adresse nicht, sofern er nicht in seinem System nachsehe.

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