Versandapotheken

DocMorris eröffnet Arzneimittelautomat APOTHEKE ADHOC, 20.04.2017 15:51 Uhr

Berlin - Im baden-württembergischen Hüffenhardt können Patienten ihre Medikamente jetzt am Automaten von DocMorris holen. Das Terminal ist seit gestern in Betrieb, auch Rezepte können eingelöst werden. Rx-Boni werden nicht gewährt – aus rechtlichen Gründen. Das Regierungspräsidium hat lediglich eine Anzeige erhalten und will den Fall nun prüfen.

In den Geschäftsräumen der 2015 geschlossenen Brunnen-Apotheke können sich Kunden per Videochat von pharmazeutischen Mitarbeitern in Heerlen beraten lassen. Optional kann der Bildkontakt ausgeblendet werden. Die Apotheker und PTA am Sitz der Versandapotheke können Medikamente freigeben, die dann vom Automaten ausgegeben werden. Kontrolliert wird die Packung ebenfalls per Videoübertragung. Auch Rezepte können am Terminal eingelöst werden. „Die ersten Kunden waren schon da“, sagt ein DocMorris-Sprecher.

Vor Ort sind sogenannte „Welcome-Managerinnen“ präsent und stehen den Interessenten mit Rat und Tat zur Seite. Sie nehmen die Kunden in Empfang, zeigen ihnen die Beratungskabine und holen die erforderlichen Unterschriften für die Datenverarbeitung ein. Außerdem helfen sie am Kassenterminal.

Der Automat hat dem Sprecher zufolge 8000 Lagerplätze, 500 Medikamente können gekühlt gelagert werden. Auch wenn nur ein schmales Sortiment für die Akutversorgung vorrätig gehalten werde, könnten die Rabattverträge bedient werden, so der Sprecher. Nachgefüllt wird bei Bedarf, wer die Ware bringt, wollte der Sprecher nicht verraten. Auch zum Automaten wollte er keine Angaben machen. Die Technik für die Telekommunikation kommt von der Telekom, die seit zwei Jahren auch den Livechat via Website unterstützt und auch beim Apothekenbus vor vier Jahren mit an Bord war.

APOTHEKE ADHOC Debatte