OTC-Produkte

Sidroga in geheimer Mission Carolin Bauer, 12.07.2012 09:09 Uhr

Berlin - Mit einem ominösen Angebot sorgt Sidroga in den Apotheken für Wirbel: Die 30 Außendienstmitarbeiter werben bundesweit für ein neues OTC-Produkt, dessen Name und Wirkung jedoch noch bis zur Expopharm im Oktober geheim bleiben soll. Nur soviel verrät Firmenchef Olaf Hirsch: „Es ist nichts, was wir bereits im Bestand haben.“ Damit der Werbetrick nicht kaputt gemacht wird, kennt nicht einmal der Außendienst das Produkt, das er verkauft. Weniger als zehn Mitarbeiter im ganzen Unternehmen wüssten Bescheid, so Hirsch.

Der Vorverkauf hat Anfang Juli begonnen. Obwohl die Apotheken quasi die Katze im Sack kaufen und das Set auch noch rund 40 Euro kostet, ist die Resonanz gut: „In der ersten Woche gab es bereits 500 Bestellungen“, sagt Hirsch, der überzeugt ist, dass das Produkt gut ankommen wird. Bislang sei er sehr zufrieden, bis Oktober erwarte er „ein paar tausend verkaufte Pakete“.

Es handele sich nicht um Tee, sagt Hirsch dann noch. Das legt den Verdacht nahe, dass das Portfolio einen neuen wichtigen Baustein bekommt. Bislang gehören zum Sortiment von Sidroga und der Schwesterfirma Siemens neben der gleichnamigen Teesorte die Freiwahlmarken Valverde und Emser. Zudem vertreibt Sidroga das Nahrungsergänzungsmittel Efamol des gleichnamigen britischen Herstellers und das ADHS-Produkt Efalex, eine Kombination aus Fisch- und Nachtkerzenöl.

Das neue Produkt soll übrigens im Fernsehen beworben werden. 2009 hatte der Hersteller begonnen, auf seinen Tee und die Emser-Produkte in TV-Spots aufmerksam zu machen. Auch mit Anzeigen und Apotheken-Aufstellern konnte Sidroga seinen Marktanteil steigern.

Hirsch ist seit 2007 Geschäftsführer von Sidroga; zuvor war er seit 2000 bei Siemens tätig, seit 2005 als Chef des Unternehmens. Beide Firmen gehören den Hexal-Gründern Thomas und Andreas Strüngmann. Seit 2010 sitzen die Unternehmen in Bad Ems bei Koblenz unter einem Dach.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Ältere Kommentare lesen 4 Kommentare
  • 12.Juli 2012, 19:48Uhr
    Community Mitglied

    #4Nun, wenn es ein Porsche ist...

    Nicht nur bei Porsche werden neue Modelle so quasi im Schlaf gekauft. Das haben Premiummarken so an sich. Und dieses Image muss man Sidroga einfach zugestehen. Also ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Katze im Sack vielleicht ein Umsatzbringer werden könnte, relativ hoch. Man braucht ja nur den Spieß umzudrehen. Wenn man bei Sidroga da das falsche Gefühl hat, dann geht anschließend sehr viel Porzellan zu Bruch. Ich glaube nicht, dass man bei Sidroga in diesen Zeiten so ein Risiko eingeht.

  • 12.Juli 2012, 16:35Uhr
    Community Mitglied

    #3#2 hat recht

    man kann es nicht glauben, da wird ware gekauft, ohne zu wissen ,was drin ist. das kann doch wohl nicht sein!! kollegen die solches tun, tun mir und dem berufstand leid.

  • 12.Juli 2012, 11:56Uhr
    Community Mitglied

    #2Nur Deppen machen da mit,

    machen sich zum Stadthalter von Sidroga. Aber was solls, der Kollege um die Ecke könnte ja dann im Vorteil sein, wenn er was hat was ich nicht habe. Mensch Kollegen, seid ihr wirklich kleine dumme KRÄMERSEELEN oder Pharmazeuten mit Hochschulabschluß ?

  • 12.Juli 2012, 10:03Uhr
    Community Mitglied

    #1Spannend

    aber das pflanzliche "Viagra" gibt's ja schon als Dorovit

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