Schmid besucht Celesio in Brasilien Patrick Hollstein, 25.11.2011 12:18 Uhr
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Vorbildhaftes Engagement: Nils Schmid (vorne links) zu Gast bei Celesio-Lobbyist Max Müller (Mitte) in Brasilien.Celesio
Berlin - Vieles soll sich bei Celesio unter Markus Pinger ändern, aber eben nicht alles: Das Berliner Büro etwa wird auch in Zukunft engen Kontakt zu Politikern halten. Cheflobbyist Max Müller empfing jetzt den baden-württembergischen SPD-Chef Nils Schmid – und zwar in Brasilien: Auf seiner Südamerika-Reise stattete Schmid, seit Mai auch Wirtschafts- und Finanzminister im Ländle sowie Stellvertretender Ministerpräsident, der brasilianischen Celesio-Tochtergesellschaft Panpharma einen Besuch ab.
Der Besuch von Schmid ist nicht das erste Treffen von Celesio-Funktionären mit Spitzenpolitikern in Südamerika: Im März 2010 reiste Müller mit einer Wirtschaftsdelegation von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) nach Südamerika. Zuvor hatte Ex-Konzernchef Dr. Fritz Oesterle Ortstermine mit dem damaligen Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) absolviert.
Bei ihrem Rundgang durch die Niederlassung von Panpharma in Brasiliens Hauptstadt Brasilia konnten sich Schmid und die Delegationsmitglieder jetzt ebenfalls ein Bild von der Arbeit des führenden brasilianischen Pharmagroßhändlers machen. Schmid lobte: „Das Engagement von Celesio im brasilianischen Gesundheitsmarkt ist vorbildhaft und stärkt die engen Beziehungen zwischen Brasilien und Baden-Württemberg weiter.“
Schmid ist ausgemachter Celesio-Fan. Im September 2010 war er erstmals bei Oesterle in der Stuttgarter Zentrale zu Gast: „Im deutschen Gesundheitssystem gibt es erhebliche Effizienzreserven, die realisiert werden müssen“, ließ sich Schmid nach dem Gespräch zitieren. Gemeinsam hoben der Manager und der Politiker in einer Mitteilung des Konzerns die „bedeutende Rolle des Pharmagroßhandels für eine sichere Arzneimittelversorgung“ hervor.
Im Juni legte der SPD-Politiker anlässlich einer Feier zum 85. Geburtstag der Queen bei Oesterle als britischem Honorarkonsul in Baden-Württemberg noch einmal nach: Er wünsche sich, dass Oesterle dem Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg erhalten bleibe, so Schmid wenige Tage vor dem Abgang des Konzernchefs. „Rund 700 Aktionäre haben bei der diesjährigen Hauptversammlung der Celesio AG in der Porsche-Arena Ihnen, lieber Dr. Oesterle, mit ganz außergewöhnlichem, minutenlangem Applaus für Ihre Arbeit gedankt. Einen größeren Vertrauensbeweis als einen solchen frenetischen Beifall der versammelten Anteilseigner kann sich ein Vorstandsvorsitzender heutzutage nicht wünschen.“ Stimmte zwar nicht, waren aber nette Abschiedsworte.
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#3Frenetischer Beifall ???
Für diesen Geldvernichter??? @1 Vielleicht ist Herr Schmid noch viel cleverer und hat Celesio-Aktien leer verkauft! Dann würde ich mir auch wünschen, daß Herr Oesterle dem Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg erhalten bleibt.
#2tinnitus?
politiker sind oft nicht nur blind, sondern scheinbar auch taub...von minutenlangem applaus kann nun wirklich nicht die rede sein - eher sehr, sehr bescheiden aus höflichkeit.
#12 Möglichkeiten
Entweder hat Herr Schmid selbst Celesio-Aktien, daß er bei der Hauptversammlung war, oder Herr Schmid war gar nicht bei der Hauptversammlung und erzählt das, was ihm sein dann offensichtlich unglaublich eitler Freund (jetzt bei Kaufland) ins Ohr geflüstert hat. Beides ist gleichermaßen peinlich, aber Herr Schmid kann ja im Notfall noch Verfassungsrichter werden.