Schlecker wird zerschlagen APOTHEKE ADHOC/dpa, 01.06.2012 14:17 Uhr
Berlin - Für die insolvente Drogeriekette Schlecker gibt es keine Zukunft – der Konzern wird zerschlagen. Weitere rund 2800 Filialen in Deutschland müssen schließen, 13.200 Mitarbeiter verlieren ihren Job. „Die Angebote waren nicht akzeptabel, weil sie deutlich unter einer Zerschlagung lagen“, sagte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz nach einem Treffen des Gläubigerausschusses. Die Gläubiger sähen keine Perspektive für die wirtschaftlich vertretbare Fortführung oder den Verkauf des Gesamtkonzerns an einen Investor.
Zuletzt gab es zwei Hauptinteressenten: Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen und den US-Investor Cerberus Capital Management. Die Berggruen-Holdings hatte Medienberichten zufolge für den gesamten Konzern zwischen 100 und 150 Millionen Euro geboten.
Das Sanierungskonzept sei unter anderem wegen der nicht realisierbaren Personalkosten und ersten Verschlechterungen in den Lieferantenkonditionen nicht umsetzbar gewesen. Die Arbeitnehmer hatten Einsparungen im Personalbereich von 10,5 Prozent zugestimmt. 15 Prozent wären nötig gewesen.
„Wir haben es geschafft, den Verlust des Unternehmens von über 200 Millionen Euro auf circa 25 Millionen Euro Verlust zu reduzieren. Das ist einerseits zwar ein großer Erfolg, andererseits aber immer noch ein Verlust – und den darf ein Insolvenzverwalter auf Dauer nicht machen“, räumte Geiwitz ein. Auch die „mit über 4400 unerwartet hohe Zahl an Kündigungsschutzklagen“ habe den Investorenprozess „enorm erschwert“.
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#1Dank verdi jetzt 13.500 mehr arbeitslos...
Als die erste Runde der Entlassungen einsetzte, hat verdi die Gekündigten aufgehetzt Kündigungsschutzklagen einzureichen. Das haben die meisten getan. Im Ergebnis dessen hat das Investoren abgeschreckt. Jetzt ist bei verdi das Geschrei groß, andere haben Schuld. Und was hat verdi erreicht? 13.500 arbeitslose (meist) Frauen mehr! Super verdi- weiter so. Doch bei verdi selbst im eigenen Haus der bei verdi Angestellten spielen weder Einhaltung von Verträgen mit den eigenen Angestellten eine Rolle, noch deren positive Gehaltsentwicklung. Es bleibt der ungute Gedanke, dass Honeckers Ideen jetzt die von verdi sind.