Vitaphone

SAP-Gründer setzt auf Medizin am Telefon Alexander Müller, 28.04.2011 12:33 Uhr

Berlin - Angefangen hat alles mit einem Notfall-Telefon - heute ist die Firma Vitaphone nach eigenen Angaben weltweit führender Telemedizin-Provider. Die Angebote der Unternehmensgruppen reichen von Patienten-Monitoring über IV-Verträge und Dienstleistungen für Ärzte und Apotheker bis zu einem Gesundheitsportal für Verbraucher und einem staatlich geförderten Forschungsprojekt im Bereich häuslichen Pflege. Hinter allem steht ein bekannter Kopf.

Die Firma Vitaphone wird im Jahr 1999 gegründet und entwickelt als erstes Produkt ein „Herzhandy“ - eine Kombination aus EKG-Gerät und Mobiltelefon inklusive GPS-Ortung und Notruf-Funktion. Schon ein Jahr darauf findet sich ein Investor: Dr. Hans-Werner Hector, Mitbegründer des Softwareunternehmens SAP, ist von der Idee begeistert und steigt bei Vitaphone ein.

In den kommenden Jahren werden die Telefone in Zusammenarbeit mit Vodaphone weiterentwickelt. Ab 2002 expandiert Vitaphone von Mannheim aus ins Ausland: zunächst in die Schweiz, später in die Niederlande, nach China, die Vereinigten Arabischen Emirate und Frankreich.

Hierzulande will das Unternehmen die Telemedizin weiter voranbringen und schließt direkte Verträge zur integrierten Versorgung mit Krankenkassen: Im Jahr 2005 startet „CorBene“, ein Betreuungsprogramm für Patienten mit Herzinsuffizienz. 4500 BKK-Versicherte in Nordrhein-Westfalen und dem Saarland sind nach Angaben des Unternehmens bereits eingeschrieben, weitere 1000 Versicherte in einem ähnlichen Modell bei der Techniker Krankenkasse. Vitaphone überwacht dabei die Gesundheitsdaten der Patienten und erstattet dem behandelnden Arzt Bericht - bei Bedarf täglich. Die Chroniker müssten nur noch einmal im Quartal in der Praxis vorsprechen.

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