Insolvenzverfahren

Apothekengruppe kämpft ums Überleben Alexander Müller, 18.01.2016 15:17 Uhr

Berlin - In Osnabrück sind fünf Apotheken in die Insolvenz gegangen. Das Apothekerehepaar betreibt die Apotheken aber in Eigenverwaltung weiter, darunter eine easy-Apotheke. Bis April soll die Gruppe wirtschaftlich wieder auf eigenen Füßen stehen und die Sanierung abgeschlossen sein. Nur ein Standort wird auf jeden Fall geschlossen werden.

Apotheker Lars Crusius betreibt in Osnabrück vier Apotheken: Die Atlas-Apotheke, die „Apotheke 83“, die „Apotheke am MHO“ neben dem Marienhospital sowie die Medipark-Apotheke in einem Ärztehaus. Seine Frau Uta Urner ist seit 2012 Inhaberin der easy-Apotheke Weidencarée in Osnabrück.

Crusius hat sich mit seinen Aktivitäten übernommen. Neben den Apotheken betreibt er ein Sterillabor, das Kosmetikstudio „Skinsurfer“ sowie das „Crusius Seminar Center“. Vor allem beim Kosmetikstudio gab es Probleme: Die Eröffnung verzögerte sich um ein Jahr, das Personal war aber schon angestellt. Crusius gibt hier Fehler auf der Managementebene zu. Das Studio ist geschlossen, ein Käufer wird gesucht.

Crusius hatte Ende August 2015 beim Amtsgericht Osnabrück Antrag auf ein Eigenverwaltungsverfahren gestellt. Dabei wird anstatt eines Insolvenzverwalters ein vorläufiger Sachwalter bestellt. Die Apotheke kann somit weiter betrieben werden, was bei einem „echtem“ Insolvenzverwalter wegen des Fremdbesitzverbots nicht möglich wäre. Diese Option zur Sanierung besteht seit 2012, wenn das Gericht zustimmt.

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