Arzneimittelsicherheit

RFID für Zyto-Apotheken Janina Rauers, 31.01.2012 11:02 Uhr

Berlin - Mit der Novellierung der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) steigen die Dokumentationsaufgaben für die Apotheken – auch bei der Anfertigung von Zytorezepturen. Mithilfe der RFID-Technik (Radio Frequency Identification) will der bayerische IT-Spezialist XQ S-Service den Apotheken die Arbeit erleichtern. Die einzelnen Komponenten der Rezepturen sollen zurückverfolgt werden können; zudem soll beim Wareneingang soll Zeit gespart werden.

Seit Dezember testet die Flora-Apotheke aus dem sächsischen Zwickau die Technik im Rahmen eines Modellprojekts: Die sterilen Zubereitungen werden mit sogenannten RFID-Tags gekennzeichnet, die Informationen auf den Chips werden in der onkologischen Schwerpunktpraxis von Dr. Klaus Ruffert in Jena ausgelesen. So kann der Mediziner für jede sterile Herstellung die Zusammensetzung und Herkunft der Bestandteile überprüfen.

 

Michael Kretzer, Projektinitiator sowie Geschäftsführer von XQS-Service und des Spezialgroßhändlers Max Pharma, will nicht nur den Weg von der Apotheke zum Onkologen, sondern die gesamte Herstellungskette nachvollziehbar gestalten: Die Hersteller Sun Pharmaceuticals und Medac kennzeichnen ihre Ware ebenfalls mit RFID-Tags, rund zehn verschiedenen Präparate werden so von Max Pharma an die Apotheke geliefert.

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