Pharmahandelskonzerne

Pessina: Partnersuche statt Börsengang dpa/APOTHEKE ADHOC, 18.05.2012 09:28 Uhraktualisiert am 18.05.2012 10:49 Uhr

Berlin - In zwei Jahren steht bei Europas führenden Pharmahändler Alliance Boots die Refinanzierung an. Konzernchef Stefano Pessina sondiert bereits alle Möglichkeiten: „Ich denke über eine Fusion oder eine Partnerschaft mit einem Global Player nach“, sagte Konzernchef Stefano Pessina jetzt dem Handelsblatt. Auf diese Weise soll Alliance Boots zum weltweit führenden Gesundheits- und Kosmetikkonzern im Apothekenmarkt werden. Ein Börsengang kommt für den Konzernchef nicht infrage.

Gegenüber britischen Nachrichtenagenturen wurde Pessina deutlich: „Ich glaube, dass eine Fusion Wert schaffen könnte, ein Börsengang nicht: Dieser dient nur dazu, Werte zu zeigen.“ Demnach schwebt Pessina ein Zusammenschluss mit einem chinesischen oder amerikanischen Konzern vor.

Man sei bereits in Gesprächen mit weniger als zehn Kandidaten. In den nächsten Woche werde es keine Ergebnisse geben, aber in zwei bis vier Jahren soll die Fusion stehen. Inwieweit damit auch eine Übernahme durch einen anderen Konzern gemeint sein könnte, wird sich zeigen.

Konsumgüterkonzerne wie Procter & Gamble, mit denen Alliance Boots bereits in Teilbereichen kooperiert, oder auch Gesundheitsdienstleister wie Medco kommen für die Expansion laut Pessina nicht infrage. „Ich denke, dass beide Geschäftsmodelle eher zu weit entfernt sind von dem, was wir tun, als dass wir echte Synergien erzielen könnten“, sagte Pessina dem Handelsblatt. „Also müssen wir eher nach Partnern im Bereich Distribution und Apotheken Ausschau halten.“

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