Apotheken-Pick-up

Neukunden und Altlasten bei „Vorteil24“ Alexander Müller, 30.06.2011 10:25 Uhr

Berlin - Ein neues Bonus-System, Werbeflyer und angeblich 300 Teilnehmer in den Startlöchern: Die Apothekenkooperation Linda will das Pick-up-Konzept „Vorteil24“ im Markt etablieren. Spannend wird die Frage, wer das Modell künftig auf der Technikseite begleitet. Denn die Partner der ersten Stunde wollten eigentlich aussteigen. Aktuell sind allerdings sowohl das Softwarehaus Awinta als auch das zum NARZ gehörende Rechenzentrum AVN noch für „Vorteil24“ aktiv. Nicht immer ganz freiwillig.

Zuletzt mussten alle teilnehmenden Linda-Apotheken einen neuen Vertrag unterschreiben. Interessant ist die Passage über die technischen Voraussetzungen. Als mögliche EDV-Anbindung werden - je nach Verfügbarkeit - zwei Systeme zur Auswahl gestellt: Prokas 7 von Awinta und A3000 von ADG. Während die Phoenix-Tochter offiziell dabei ist, hatte sich das Gemeinschaftsunternehmen von VSA und Pro Medisoft nach internen Widerständen im Oktober offiziell aus dem Projekt zurückgezogen.

Damals lief die Testphase mit rund 40 Apotheken. Heute sind Linda zufolge 80 Apotheken dabei. Mit welcher Software sie jeweils arbeiten, ist nicht im Einzelfall bekannt. ADG hat dem Vernehmen nach aber kaum mehr als zehn Module installiert. In der Branche wird deshalb gemunkelt, dass Awinta weitere Verträge mit Linda-Apotheken abgeschlossen hat - notfalls zurückdatiert auf einen Zeitpunkt vor dem Ausstieg.

Awinta-Geschäftsführer Werner Hauser dementiert das. An dem Ausstieg habe sich nichts geändert. Lediglich die bestehenden Kunden würden wegen der Kündigungsfrist von in der Regel zwei Jahren weiter mit der Software versorgt. Zwar habe es bis zum Jahresende noch Installationen gegeben, auch diese Verträge seien jedoch vorher geschlossen worden, so Hauser.

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