Apotheken-Pick-up

Montanus stoppt „Vorteil24“ Alexander Müller, 03.07.2012 12:38 Uhr

Berlin - Das Pick-up-Konzept „Vorteil24“ wird vorerst eingestellt. Die teilnehmenden Apotheken wurden von der niederländischen Montanus Apotheke informiert, dass Bestellungen nur noch bis zum Mittag angenommen werden. Die Apothekenkooperation Linda wurde von diesem Schritt ihres Kooperationspartners kalt erwischt.

Montanus hatte nur knapp mitgeteilt, dass bis auf weiteres keine Bestellungen mehr angenommen würden. In den kommenden Tagen werde ein Fahrer von DHL noch die restlichen Rezepte aus dem Juli abholen. Laufende Bestellvorgänge sollen noch abgewickelt, die Provisionen abgerechnet werden.

Linda hatte „Vorteil24“ noch am Morgen als Erfolgsmodell gefeiert. Jetzt schreibt die Kooperation an die teilnehmenden Apotheken: „Diese Information kommt für uns unerwartet und überraschend. Aktuell befinden wir uns in der Klärung etwaiger Hintergründe, die die Montanus Apotheke B.V. zu diesem Schritt bewogen haben.“

APOTHEKE ADHOC Debatte

Ältere Kommentare lesen 13 Kommentare
  • 4.Juli 2012, 11:18Uhr
    Community Mitglied

    #13nochmal @ Herrn Gottschall

    das hatte ich schon verstanden. Und dennoch liegt der Unterschied im Bäh genau darin begründet: Auch die aktuellen Dro-Markt-Pick-Up-Modelle lassen von Holland aus schicken. Vorteil 24 ließ dagegen dort abholen. Doc Morris hatte zwar in prähistorischer Versand-Vorzeit ebenfalls schon einmal auf die Abholmasche gesetzt, um das damals noch geltende Versandhandelsverbot auszuhebeln, dieses Modell aber beerdigt, nachdem Dank Ullalalala hier keinerlei Gesetztesumgehung mehr nötig war.

  • 4.Juli 2012, 08:48Uhr
    Community Mitglied

    #12@Herrn Flöter

    ich sprach aber nicht von doc morris und co. online bestellungen sondern von pick up im drogeriemarkt vs pick up bei linda apotheken. daher auch das gebähe :D

  • 3.Juli 2012, 19:19Uhr
    Community Mitglied

    #11@7 BEIDES ist illegitim ................. !!

    ......... weil der Patient in beiden Fällen sein Medikament OHNE die in Deutschland erforderliche BERATUNG durch die abgebende (ausländische) Apotheke ausgehändigt bekommt. Sollte zusätzlich eine inländische Apotheke eingeschaltet sein, so ist allein schon deren Funktion in diesem Handklungs-Gestrüpp strittig. In allen Fällen ist außerdem zu fragen, wer von welchem Beteiligten nun auch noch FINANZIELL besch....ssen wird, denn: - Eingekauft wird im Ausland immer besser als im Inland - Abgerechnet wird immer auf Basis der DEUTSCHEN Konditionen - wo die höhere deutsche MWSt entrichtet, weiß noch nicht einmal der Bundesfinanzminister und - ob alle Herstellerrabatte auch durchgeleitet werden mehr als eine Frage wert. Bleibt zu guter Letzt die Frage, warum eigentlich eine ausländische Apotheke OHNE GEMEINWOHLFUNKTION (Notdienst, Rezepturen, BtM, Beratung....) einen Anspruch auf das VOLLE Apothekenhonorar hat .......... Es gab im Jahr 2003 über 7 Millionen Unterschriften der deutschen Bevölkerung GEGEN die Einführung eines generellen Versandhandels. Mit Recht ! www.apothekerprotest.de

  • 3.Juli 2012, 19:08Uhr
    Community Mitglied

    #10Bestimmt ein guter Deal!

    Wir begraben ab sofort Vorteil24 und Ihr (unsere trägen Behörden) belangt uns nicht für die letzten (sehr lukrativen) Monate. Absahnen, was nur geht, und alles OK.

  • 3.Juli 2012, 17:40Uhr
    Community Mitglied

    #9@Herrn Gottschall

    Falls die Frage ernst gemeint ist: rein formal beruht der Unterschied zwischen" bäh" und "nichtbäh"auf dem Unterschied zwischen wegschicken und abholen. Zumindest dann ,wenn dazwischen eine Staatengrenze liegt, kann man daraus einen unterschiedlichen Erfüllungsort konstruieren. Insbesondere vor dem Hintergrund der anstehenden gesetzlichen Klarstellung dass die Arzneimittelpreisverordnung auch für ausländische Versender gilt (sofern sie denn nach Deutschland versenden anstatt von dort abholen zu lassen) hätte sich das Verhältnis von "bäh" zum "nichtbäh" diesbezüglich nämlich genau umgekehrt. Insofern brauchen wir das "doppel-bäh" damit dieses Gebähe endlich mal komplett aufhört. LG Shaun

  • 3.Juli 2012, 17:10Uhr
    Community Mitglied

    #8MwSt. runter

    Das Einfachste wäre hier in Deutschland die Mehrwertsteuer bei Arzneimitteln auf 7% heruntersetzen. Aber das will kein Politiker. Ich weiss bis heute nicht warum. Die Krankenkassen würden um Milliarden entlastet, es wären Spielräume für eine angemessene Entlohnung der Leistungserbringer da, der Binnenmarkt würde gestärkt (höheres Steueraufkommen), Arbeitplätze in Deutschland gesichert, Beiträge könnten gesenkt werden etc. . Aber wie sagte schon Seehofer damals in den 90'ern : Wenn er die MwSt. auf Arzneimittel senken würde, müßte sich der Kollege Waigel das Geld woanders besorgen. Motto : Tu nichts und rede gut darüber.

  • 3.Juli 2012, 15:13Uhr
    Community Mitglied

    #7klärt mich mal auf

    deutscher apotheker in holland schickt medikamente an deutsche apotheke von linda über ein pick up system und der erhält ein honorar das zum teil höher ist als das gesetzliche in deutschland (als e.K. weder verwerflich noch illegal). das ist bäh, bei den politikern und der deutschen apothekerschaft. holländischer unternehmer schickt medikamente an deutschen einzelhandelskaufmann in einen markt von dm und co über ein pick up system und der drogeriebetreiber erhält ein honorar das zum teil höher ist als das gesetzliche in deutschalnd (wobei die holländer immer noch was daran verdienen). das ist nicht bäh bei den politikern, das ist innovativ und beschert dem kunden bessere preise (endlich günstige arzneimittel). und die deutsche apothekerschaft kann ja eh nix dagegen machen was die da oben entscheiden und erlauben. wieso ist die sache mit dem drogeriemarkt besser?

  • 3.Juli 2012, 13:28Uhr
    Community Mitglied

    #6@ Herrn Neises

    ähh. das angedeutete Gelächter sollte kein Ausdruck der Freude sein. Es sollte lediglich aufzeigen, was ich von der vorgetäuschten "großen Überraschung" bei den Verantwortlichen halte. Allerdings... wenn Sie fragen, ob ich mich freue? Nix für Ungut, aber für ein kleines "hihi" reicht´s allemal.

  • 3.Juli 2012, 13:22Uhr
    Community Mitglied

    #5Der Strafverfolgung werden sich die Beteiligten .......

    .........damit hoffentlich NICHT entziehen können........... Oder etwa doch.........?! 'Dranbleiben !!! Die Sache stinkt noch immer ! www.apothekerprotest.de

  • 3.Juli 2012, 13:22Uhr
    Community Mitglied

    #4Die Auslandsversender...

    ... werden wohl mangels Zugriffsmöglichkeit mal wieder ungeschoren davonkommen. Naja und die kranken Kassen? Ich denke schon, dass der Fiskus da jetzt auch durchgreifen wird. Die mahlen langsam, aber sehr gründlich. Allerdings ist davon auszugehen, dass die kranken Kassen sich den entstandenen Schaden von denjenigen Apothekern zurückholen werden, die sich in den letzten Monaten mit dieser Masche einen Wettbewerbsvorteil verschafft haben. Damit ist keineswegs nur Montanus gemeint. Ein Inkasso-Problem haben die ja nicht ;-) p.s. Sobald die Rechtslage offiziell gelärt ist, wird der eine oder andere Mitbewerber das via Schadenersatzklage wohl auch tun.

  • 3.Juli 2012, 13:01Uhr
    Community Mitglied

    #3Und wann....

    werden die steuerlichen Verhältnisse der Auslandsversender und Krankenkassen ernsthaft geprüft?

  • 3.Juli 2012, 12:56Uhr
    Community Mitglied

    #2frust

    eigentlich kann man sich nicht freuen. beschämend ist nur, dass deutsche apotheker diesen schwachsinn mitgemacht haben!!

  • 3.Juli 2012, 12:50Uhr
    Community Mitglied

    #1"unerwartet und überraschend"

    hihihihuhuahuahua! Jetzt geht bei den Beteiligten das große Zittern los.