Pharmagroßhandel

Im Morgengrauen bei der Anzag Patrick Hollstein, 10.03.2012 11:00 Uhr

Berlin - Wenn es um die aktuellen Umstrukturierungen der Anzag geht, achtet Konzernchef Dr. Thomas Trümper penibel auf die Zwischentöne. Auf keinen Fall soll der Eindruck entstehen, dass man in Frankfurt nur noch Befehlsempfänger ist und dass die Entscheidungen beim neuen Mehrheitseigentümer Alliance Boots in London getroffen werden. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen: Das deutsche Management darf den europäischen Ansatz mitgestalten, muss aber die Konzernlinie umsetzen. Und die könnte die Anzag nachhaltig verändern.

Seit Ende 2010 ist Alliance Boots bei der Anzag Herr im Haus. Firmenchef Stefano Pessina und seine Großhandelschefin Ornella Barra haben eine klare Vision, wie der Konzern in ein paar Jahren aussehen soll. Die Zeit drängt, denn schon bald steht die Refinanzierung an: Darlehen über acht Milliarden Britische Pfund werden zwischen 2014 und 2017 fällig. Und auch die stillen Gesellschafter wie die Strüngmann-Brüder werden irgendwann Bares sehen wollen.

 

Pessina und seine Finanzpartner von KKR müssen den europäischen Marktführer auf eine Linie bringen, denn für einen Börsengang kommt ein Sammelsurium an Einzelfirmen nicht in Frage. „Zunächst müssen wir uns konsolidieren“, hatte Pessina schon 2010 im Interview mit APOTHEKE ADHOC erklärt.

 

Seitdem sind permanent Arbeitsgruppen zwischen Frankfurt und London unterwegs. Bei Alliance Boots werden strategische Entscheidungen nicht in den einzelnen Landesgesellschaften getroffen, sondern in verschiedenen Gremien auf Konzernebene: Zwischen den Geschäftsbereichen und dem Vorstand gibt es dazu etwa das sogenannte Operating Committee, dem neben den Divisionsleitern auch Länderchefs wie Trümper angehören.

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Ältere Kommentare lesen 1 Kommentar
  • 4.Oktober 2012, 16:20Uhr
    Community Mitglied

    #1go ANZAG go

    meine Unterstützung habt Ihr !