Im Morgengrauen bei der Anzag Patrick Hollstein, 10.03.2012 11:00 Uhr
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Vom Großhändler zum Dienstleister: Die Anzag will ihr Geschäftsmodell erweitern, so wie der neue Mehrheitsaktionär Alliance Boots. Foto: Elke Hinkelbein
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Skills in healthcare: Anzag-Chef Dr. Thomas Trümper sucht nach neuen Etragsfeldern. Foto: Elke Hinkelbein
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Die Neuausrichtung erfordert Umbaumaßnahmen bei der Anzag – organisatorische wie personelle. Foto: Elke Hinkelbein
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Die Vorstände Michael Mock und Wolfgang Traut verlassen Ende März das Unternehmen. Foto: Elke Hinkelbein
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Auch andere Positionen im Management wurden gestrichen. Helmut Trahmer war für die Auslandsbeteiligungen zuständig. Die sollen trotz seines Abgangs bei der Anzag angesiedelt bleiben. Foto: Anzag
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Finanzvorstand Dr. Ralf Lieb, mittlerweile auch zuständig für Megapharm, wird laut FTD als Nachfolger für Trümper gehandelt. Foto: Anzag
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Neue Richtung: Die Anzag soll mehr Dienstleister zwischen Hersteller und Apotheke werden. Foto: Elke Hinkelbein
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Bislang ist die Tochterfirma CPL mit Zentrallager in Flieden für Wick, Basics, Lundbeck, Genzyme und LifeScan aktiv. Foto: Anzag
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Auch hauseigene Kosmetikmarken gehören künftig zum Repertoire der Anzag. Foto: APOTHEKE ADHOC
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Die neue Ausrichtung trägt die Handschrift aus London. Foto: Alliance Boots
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Bedürfnisse erkennen, Antworten liefern: Konzernchef Stefano Pessina will Alliance Boots bis 2014 konsolidieren. Foto: Alliance Boots
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Für die Umsetzung der Strategie ist Pessinas rechte Hand, Ornella Barra, zuständig. Foto: Elke Hinkelbein
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In Großbritannien hat Alliance Boots den Großhandelsmarkt als Dienstleister für Pharmahersteller komplett umgekrempelt. Foto: Alliance Boots
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In zwei Jahren steht für Alliance Boots die Refinanzierung an. Dann werden potentielle Investoren in die Bücher sehen wollen, die derzeit treuhänderisch im schweizerischen Steuerparadies geführt werden. Foto: APOTHEKE ADHOC
Berlin - Wenn es um die aktuellen Umstrukturierungen der Anzag geht, achtet Konzernchef Dr. Thomas Trümper penibel auf die Zwischentöne. Auf keinen Fall soll der Eindruck entstehen, dass man in Frankfurt nur noch Befehlsempfänger ist und dass die Entscheidungen beim neuen Mehrheitseigentümer Alliance Boots in London getroffen werden. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen: Das deutsche Management darf den europäischen Ansatz mitgestalten, muss aber die Konzernlinie umsetzen. Und die könnte die Anzag nachhaltig verändern.
Seit Ende 2010 ist Alliance Boots bei der Anzag Herr im Haus. Firmenchef Stefano Pessina und seine Großhandelschefin Ornella Barra haben eine klare Vision, wie der Konzern in ein paar Jahren aussehen soll. Die Zeit drängt, denn schon bald steht die Refinanzierung an: Darlehen über acht Milliarden Britische Pfund werden zwischen 2014 und 2017 fällig. Und auch die stillen Gesellschafter wie die Strüngmann-Brüder werden irgendwann Bares sehen wollen.
Pessina und seine Finanzpartner von KKR müssen den europäischen Marktführer auf eine Linie bringen, denn für einen Börsengang kommt ein Sammelsurium an Einzelfirmen nicht in Frage. „Zunächst müssen wir uns konsolidieren“, hatte Pessina schon 2010 im Interview mit APOTHEKE ADHOC erklärt.
Seitdem sind permanent Arbeitsgruppen zwischen Frankfurt und London unterwegs. Bei Alliance Boots werden strategische Entscheidungen nicht in den einzelnen Landesgesellschaften getroffen, sondern in verschiedenen Gremien auf Konzernebene: Zwischen den Geschäftsbereichen und dem Vorstand gibt es dazu etwa das sogenannte Operating Committee, dem neben den Divisionsleitern auch Länderchefs wie Trümper angehören.
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