Großhandelskonditionen

Noweda dementiert Kürzungswelle Alexander Müller, 18.03.2017 16:40 Uhr

Berlin - Die Noweda dementiert, Konditionenkürzungen gegenüber Apotheken schriftlich angekündigt zu haben. Der Großhändler reagiert damit auf einen Bericht von APOTHEKE ADHOC. Um eine mit der Zentrale abgestimmte Aktion handelt es sich offenbar nicht.

Da die Noweda in der zweiten Jahreshälfte 2016 nach Informationen aus dem Markt offensiv um Umsätze gekämpft haben soll, war eine Rückführung der Konditionen erwartet worden. Dabei zeichnet sich je nach Vertriebsregion und der jeweiligen Position im Wettbewerbsumfeld regional ein unterschiedliches Bild. In der Vergangenheit sei aber des Öfteren zu beobachten gewesen, dass die Noweda in der ersten Hälfte ihres Geschäftsjahres – also von Juli bis Dezember – den Fokus auf den Umsatz lege, um in der zweiten Hälfte den Ertrag zu holen.

Tatsächlich tauchte unlängst ein Schreiben auf, in dem die Einführung eines Servicebeitrags von 0,9 Prozent angekündigt wird sowie die spätere Umsetzung eines Packungsausgleichs, bezogen auf den durchschnittlichen Packungspreis. Auf Nachfrage von APOTHEKE ADHOC hatte ein Noweda-Sprecher diese Maßnahmen weder bestätigt noch dementiert, ein weitere Stellungnahme des Großhandelskonzerns erfolgte nicht.

In einem Mailing an die Mitglieder erklärte der Großhändler dann allerdings, dass man ein solches Schreiben nicht verschickt habe. Gegenüber APOTHEKE ADHOC versichern Noweda-Chef Dr. Michael Kuck und Vorstand Joachim Wörtz nun: „Die Noweda eG Apothekergenossenschaft hat dieses Schreiben nicht an die Apotheken gerichtet, in dem gegenüber Apotheken massive Kürzungen der Konditionen angekündigt werden.“

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