Porträt

Fresenius: Hersteller am Krankenbett APOTHEKE ADHOC, 03.07.2012 12:03 Uhr

Berlin - Fresenius ist einer der größten privaten Krankenhausbetreiber Deutschlands, mit der Übernahme der Rhön-Kliniken wollte der Konzern zur Nummer 1 in Europa werden. Doch Kliniken sind nur ein Teil des weltweit tätigen Gesundheitskonzerns, der seine Lieferkette komplett durchstrukturiert hat. Als Hersteller liefert Fresenius vor allem Sterillösungen bis ans Krankenbett.

Im 18. Jahrhundert übernahm die Familie Fresenius die Hirsch-Apotheke in Frankfurt am Main. 1912 erweiterte Dr. Eduard Fresenius das Apotheken-Laboratorium und gründete unter seinem Namen ein Pharmaunternehmen, das sich auf Injektionslösungen, serologische Reagenzien und Bormelin-Nasensalbe spezialisierte. 1933 wurde die Produktionsfirma nach Bad Homburg verlegt, zu dieser Zeit arbeiteten etwa 400 Mitarbeiter in dem Betrieb.

1946 starb Fresenius – das weitere Bestehen von Apotheke und Produktionsbetrieb war gefährdet. Fünf Jahre später übernahm Else Kröner, Ziehtochter von Fresenius, das Geschäft und baute das Unternehmen neu auf: Fresenius übernahm den Vertrieb von Dialysegeräten verschiedener ausländischer Firmen und gewann so mit seinen eigenen Infusionslösungen Marktanteile. Die Werke im saarländischen St. Wendel und Schweinfurt wurden aufgebaut.

1988 wurde Fresenius in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die fünf Jahre zuvor gegründete Else-Kröner-Fresenius-Stiftung hält heute 29 Prozent der Aktien, der Rest befindet sich in Streubesitz. Allerdings kann die Stiftung alleine über die Geschäftsführung bestimmen; der von den Mitaktionären gewählte Aufsichtsrat hat lediglich Kontrollrechte.

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