Däinghaus: Seniorenfahrten statt Rentnerclubs APOTHEKE ADHOC, 08.08.2012 17:26 Uhr
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Anti-Ager statt Anti-Apotheke: DocMorris-Gründer Ralf Däinghaus bietet mit seiner neuen Firma Kunesto Veranstaltungen für solvente Rentner an.Elke Hinkelbein
Berlin - Nach dem Ausstieg bei Celesio hatte sich DocMorris-Gründer Ralf Däinghaus 2010 wieder selbständig gemacht und das Unternehmen Kunesto gegründet. Doch die Idee des Seniorenclubs hat sich nicht durchgesetzt, Däinghaus musste sich neu sortieren.
Zwei Denkfehler habe er gemacht, verriet der einstige Apothekenschreck der Financial Times Deutschland (FTD): Kein Mensch habe Lust, Senior zu sein und Clubs seien viel zu verbindlich. Das Konzept mit regelmäßigen Treffen und Veranstaltungen für Rentner habe „überhaupt nicht so funktioniert“, wie er und sein Geschäftspartner Thomas Schirma sich das vorgestellt hatten, so Däinghaus. Nach nur einem Jahr wurde die Geschäftsidee infrage gestellt.
Jetzt soll alles besser werden: Statt auf verbindliche Clubs mit Monatsbeiträgen setzt Kunesto neuerdings auf exklusive Einzelveranstaltungen. Zielgruppe sind Däinghaus zufolge nicht mehr nur Rentner, sondern so genannte Anti-Ager. „Die haben Geld und sind hedonistisch veranlagt“, so der Unternehmer. Auf dem Programm stehen Kurzreisen, Führungen und Museumsbesuche. Kunesto konzentriert sich zunächst weiter auf Nordrhein-Westfalen.
Profitabel ist das Ganze dem FTD-Bericht zufolge noch nicht, doch Däinghaus hat durch den Verkauf von DocMorris genug Kleingeld, um die Anlaufphase selbst zu finanzieren. Als künftigen Vertriebskanal kann sich Däinghaus vorstellen, seine Veranstaltungen an Firmen zu verkaufen. Diese könnten die Events dann unter ihrem Namen anbieten.
Der FTD reicht das aus, um Däinghaus in die Serie „Die Unruheständler“ aufzunehmen. Die Zeitung stellt darin Unternehmer vor, die „umdenken lernen“. 2008 hatte die FTD Däinghaus als DocMorris-Chef noch zum „kreativen Zerstörer der deutschen Wirtschaft“ gekürt.
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#4Widerstand ist zwecklos
wenn wir uns als 21.500 Einzelunternehmen darstellen, die im forcierten Wettbewerb überleben möchten, hätte die anderen Interessenten am 41 Mrd€-Kuchen es doch fast schon geschafft, uns, die wir zusammen gelacht, geweint, getanzt und gesungen haben, auseinanderzutreiben. Das System der Apotheken (in) Ketten ist organisatorisch und finanziell gescheitert und hinterlässt unnötigerweise eine Mondlandschaft wie nach einem Vulkanausbruch. In juristischer, kaufmännischer, kollegialer Hinsicht. In Europa. Wo wäre der Sinn, wenn man bis zum Erhalt des Staats-Examens-Zettels Kollegial und danach als Konkurrent denken muß?^^ Ich geben den vermeintlichen Vordenkern völlig recht. Bei der Arzneimitteldistribution und -Beratung, wie sie heute in der Apotheke stattfindent, ist erhebliches Einsparpotential alleine schon im Bereich Internet. Dort könnte man sich mit Hilfe einer starken, kollegialen ABDA und dem damit einhergehenden Allgemeinverfügungsanspruch einen einzigen neuartigen Shop teilen, mit den wahrscheinlich sehr üppigen Werbeeinnahmen TV-Werbung finanzieren und den Rest zu gleichen Teilen auf alle heutigen 21.500 Apotheken ausschütten :-) Ich fände das persönlich wesentlich schöner ? Es gibt viele Baustellen: Mehrbesitz, Versandhandel, Rezepturzuschlag, OTC-Preisfreigabe, Vergütungsstruktur sind nur einige wenige... Aber davor brauchen wir 'DEN' Shop oder bundesweite Rahmenverträge und Teams, die uns die Dinger konigurieren, so daß wir die Werbeeinnahmen abgreifen können.
#3@1 Nicht ganz
Wir verkaufen uns nur als zu kompliziert, weil wir etwas besonderes sein wollen. Oft ist weniger mehr.
#2
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#1Kaffefahrt als Innovation
Da sieht man mal wieder, wie erschreckend wenig es braucht, um sich von den Medien feiern zu lassen.. Ich glaube, unser Geschäft ist einfach zu kompliziert..