Bundestagswahl

FDP-Kandidat: Bahr – DocMorris – Bundestag Alexander Müller, 17.02.2017 14:17 Uhr

Berlin - Die FDP hofft bei der Bundestagswahl im Herbst auf den Wiedereinzug ins Parlament. Auch Jörg Berens würde gerne Abgeordneter der Liberalen werden. Früher war er schon einmal nah dran – als Mitarbeiter des ehemaligen Bundesgesundheitsministers Daniel Bahr (FDP). Aktuell kümmert sich Berens bei der Versandapotheke DocMorris um die sozialen Netzwerke. Seine Chancen auf ein Abgeordnetenbüro stehen allerdings äußerst schlecht.

Von 2011 bis 2016 war Berens Vorsitzender der FDP in Münster. Seit 2014 ist er im Rat der Stadt und kümmert sich nach eigenen Angaben vor allem um die Themen Schule, Personal und Ordnung. In der Legislaturperiode 2009 bis 2013 arbeitete er für seinen Parteifreund Bahr, der erst Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium wurde und später für Philipp Rösler (FDP) als Minister nachrückte. Berens war zudem im Bundesvorstand der Jungen Liberalen.

Doch wie für viele Mitarbeiter der FDP endete die Arbeit im Bundestag jäh mit dem Ausscheiden der Liberalen aus dem Parlament – die FDP war erstmals seit Bestehen an der 5-Prozent-Hürde gescheitert. Berens wechselte zu DocMorris und ist dort seither als Social-Media-Manager tätig. Er betreut die Auftritte der Versandapotheke bei Twitter, Facebook und Google+ sowie den DocMorris-Blog.

Beschwert sich etwa ein Kunden bei Facebook über die Leistung der Versandapotheke, fängt Berens das ab, fragt nach der Kundenkennung und versucht den Fall zuzuordnen und zu klären. Neulich ging es etwa um den vermeintlich fehlenden Hinweis auf mögliche Wechselwirkung zwischen Talcid und Schilddrüsenmedikamenten. Berens postete den Link in den DocMorris-Shop, in dem auch der Beipackzettel hinterlegt ist: „Leicht einsichtig ist der Beipackzettel & Warnhinweise. Außerdem bieten wir auf vielfältigen Wegen auch die Beratung an.“ Die Fragende wurde von ihm schließlich enttarnt: „Na, da scheint ein Apotheker zu sprechen.“

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