Verblisterung

BlisterCentrum sucht nach Fehlern Janina Rauers, 05.04.2012 11:54 Uhr

Berlin - Seit Dienstag darf das a.novum BlisterCentrum Berlin-Brandenburg keine Blister mehr ausliefern. Die zuständige Behörde hat den Betrieb vorübergehend geschlossen, nachdem sich Apotheken wiederholt über fehlerhafte Blister beschwert hatten. Am heutigen Nachmittag wird darüber entschieden, ob das Blisterzentrum die Produktion wieder aufnehmen darf.

Nach Angaben der Behörde hat das Blisterzentrum eine Fehleranalyse durchgeführt. Sind die Prüfer zufrieden, wird das Ruhen der Produktion noch heute aufgehoben. Welche Fehler genau aufgetreten sind, will man bei der Behörde nicht verraten: Es handle sich vor allem um organisatorische Probleme, sagte ein Sprecher.

Grundsätzlich können Fehler beim Befüllen der Kassetten vor der eigentlichen Produktion auftreten. Außerdem arbeiten auch die Automaten selbst nicht fehlerfrei. Die Blisterzentren schicken die fertigen Blister deshalb zur Kontrolle durch fotooptische Geräte. Hier wird der Inhalt jedes Tütchens mit dem vorgegebenen Inhalt abgeglichen. Allerdings lässt sich bei diesen Maschinen die Fehlertoleranz einstellen – und damit die Wahrscheinlichkeit beeinflussen, dass die Fehler überhaupt entdeckt werden.

Das BlisterCentrum in Ludwigsfelde hat rund 40 Apotheken als Kunden, betroffen von den Ausfällen sind etwa 3000 Patienten. Ob Patienten durch die fehlerhaften Blister zu Schaden gekommen sind, ist nicht bekannt.

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